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Wenn zu viele krank sind, gibt es künftig wieder Onlineunterricht

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Von: Doris Richter

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Ein Schüler im Homeschooling
Homeschooling wird nun Thema, wenn mehr als die Hälfte der Schüler einer Klasse positiv auf Corona getestet werden. © Jonas Güttler / dpa

In Quarantäne schicken dürfen Schulen und Kitas nach wie vor keine Schüler. Doch es gibt eine neue Regelung, wonach sie Gruppen schließen und Onlineunterricht veranlassen können.

Landkreis – Omikron hat sich in den Schulen und Kitas im Landkreis mittlerweile so breitgemacht, dass das Gesundheitsamt die Kontaktnachverfolgung aufgegeben hat. Wird jemand positiv auf das Coronavirus getestet, muss er sich selbst sofort in Quarantäne begeben. Alle anderen dürfen bleiben. Die Einrichtungen und Schulen selbst dürfen niemanden, der nahen Kontakt zu einem Infizierten hatte, nach Hause schicken. Doch es gibt nun eine neue Regelung vom Kulturministerium: Sind mehr als die Hälfte aller Schüler einer Klasse positiv auf Covid getestet, soll die Schule die ganze Klasse in den Onlineunterricht schicken. In den Kitas entscheidet die Einrichtungsleitung, ob eine Gruppe oder die ganze Kita geschlossen wird, wenn mehr als 20 Kinder einer Gruppe positiv getestet wurden. „Ob jemand in Quarantäne muss, entscheidet im Nachgang aber nach wie vor das Gesundheitsamt“, stellte Landrat Christoph Göbel (CSU) bei einem Pressegespräch klar. Wie Sie nach einer überstandenen Corona-Infektion den Genesenenstatus für Ihr Kind erhalten, erklärt 24vita.de*.

Hospitalisierungsinzidenz wenig aussagekräftig

Im Landratsamt versucht man nach wie vor, den steigenden Infektionszahlen gerecht zu werden. „Wir haben im Datenmanagement erneut aufgestockt“, sagt Göbel. 26 Einsatzkräfte der Bundeswehr helfen mit, ab kommender Woche sind wohl 15 weiter mit im Büro-Einsatz. Fast 5000 Neuinfektionen wurden in den vergangenen sieben Tagen im Landkreis registriert, 971 mehr als die Woche zuvor. 20 infizierte Personen aus dem Landkreis befinden sich derzeit im Krankenhaus, was einer Hospitalisierungsinzidenz von 5,6 entspricht. Besonders groß ist die Aussagekraft dieser Zahl nicht: „Nur vier der 20 Personen kamen wegen Corona ins Krankenhaus, 16 wurden erst im Nachhinein positiv getestet und müssen aus anderen Gründen behandelt werden“, stellte Göbel klar.

Neue Aufgaben mit Impfpflicht

Auch in den Pflegeheimen steigt die Zahl der Infektionen: 159 Bewohner in 27 Einrichtungen wurden positiv getestet, außerdem 173 Mitarbeiter aus 42 Einrichtungen. Eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen sieht Göbel indes kritisch. „Der Vollzug wird schwierig für uns, eine allgemeine Impfpflicht muss her“, fordert er stattdessen. Er sieht andernfalls eine weitere „erhebliche Aufgabe auf uns zukommen“. Fristen anordnen, Bescheide erlassen, Verfahren führen – „Die Behörden müssen bald Klarheit schaffen, wer dann was zu tun hat, damit wir uns rechtzeitig darauf einstellen könne“, so Göbel.

Unterdessen wird weiter geimpft. Obschon nicht so viel, wie es der Landrat gerne hätte, vor allem bei den Erstimpfungen läuft es zäh: 427 fanden diese und vergangenen Woche statt. Sobald es einen ersten Totimpfstoff gibt, soll auch dieser bestellt und verimpft werden. Noch sei das laut Göbel nicht möglich. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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