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Klare Regeln herrschen im Ortspark.

Ortsparksee in Unterhaching: Strafen bis 2500 Euro 

Wer Enten füttert, wird bestraft

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Brotreste an Enten zu verfüttern kann teuer werden. Jedenfalls in Unterhaching: Dort wird das mit bis zu 2500 Euro Bußgeld geahndet - weil der Ortsparksee zugemüllt wird.

Unterhaching – Die armen Tiere! Es ist doch so bitterkalt! An dieser Argumentation kleben einige in Unterhaching. Also packen sie allerlei Essensreste in eine Plastiktüte und verteilen diese am Ufer vom Ortsparksee. Und glauben, den Enten und anderen Wasservögeln etwas Gutes getan zu haben.

Ein fataler Denkfehler. „Diese selbst ernannten Tierschützer verstehen Tierschutz leider falsch“, sagt Wolfgang Ziolkowski, Leiter der Abteilung „Sicherheit und Ordnung“ im Unterhachinger Rathaus. Letztlich mache die Überfütterung die Tiere nämlich krank. Die XXL-Fütterer verhielten sich also kontraproduktiv.

Das Problem, sagt Ziolkowski, sei „nicht die alte Dame mit den Semmelkrumen in der Hand“. Nein, der Unmut der Fachleute richtet sich gegen jene, die säckeweise Essensreste am Ufer von Gewässern wie dem Ortsparksee ausstreuen.

„Die einseitige und nicht artgerechte Fütterung mit Reis, Weizen und altem Brot führt zu Mangelernährung und macht Enten, Schwäne oder Gänse anfällig für Krankheiten und Parasiten“, erläuterte Ziolkowski im Gemeinderat. Die Befürchtung, die Tiere könnten verhungern, sei unbegründet: „Die Tiere finden in der Regel auch im Winter genug Futter in der Natur.“

Ein zweiter Aspekt kommt hinzu: Das haufenweise Ausschütten von Essensresten am Ufer macht die Gewässer kaputt. Ziolkowski spricht von „überdimensionaler Verunreinigung“. Und die wiederum wirke sich negativ auf die Tiere aus, weil im Wasser vor lauter Schlamm- und Algenbildung der Anteil artgerechter Nahrung sinke.

„Dieses Überfüttern ist falsch verstandener Tierschutz“, stimmte SPD-Gemeinderat Harald Nottmeyer zu. „Zu viele Nährstoffe verseuchen die Gewässer mit Algen und schränken den natürlichen Lebensraum der Tiere ein. Dieses ständige Füttern macht sie krank. Am Ende werden sie genauso dick wie die Menschen.“

Um die Unsitte in den Griff zu bekommen, hat die Gemeinde Unterhaching ihre Grünanlagensatzung jetzt überarbeitet. Das Füttern von wild lebenden Tieren in Grünanlagen ist ab sofort offiziell untersagt – und Verstöße können mit einem Bußgeld geahndet werden.

In der Praxis soll es laut Ziolkowski so gehandhabt werden, dass es beim Erstverstoß eine Verwarnung gibt, zwischen 5 und 35 Euro sind dann fällig. Fällt jemand allerdings als „Wiederholungstäter“ auf, kann die Gemeinde eine Geldbuße verhängen. Deren Höhe soll je nach Einzelfall bemessen werden und kann bis zu 2500 Euro betragen. Der Ratschlag von Ziolkowski lautet deshalb: Essensreste daheim entsorgen statt am Weiher. „Ein Fütterungsverzicht ist die tierschutzgerechteste Methode, das ökologische Gleichgewicht wiederherzustellen und den Vögeln zu einem artgerechten Leben zu verhelfen.“

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