Corona-Zahlen auf Mallorca steigen rasant: RKI zieht Konsequenz und macht Insel jetzt zum Risikogebiet

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„Die Videos kamen gut an“: An sechs Terminen konnten die Jugendlichen Stefanie Rektorschek Fragen stellen und bekamen Tipps.

Berufsberatung

Per Livestream zum Traumjob

  • Laura Forster
    vonLaura Forster
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Landkreis – Die Schulabgänger haben ihr Abschlusszeugnisse, genießen gerade die Ferien – und dann? Viele Schulabgänger sind nach der Coronakrise verunsichert, wie es mit ihrer beruflichen Zukunft weitergeht. Und da hilft Stefanie Rektorschek. Sie arbeitet bei der Berufs- und Studienberatung der Agentur für Arbeit München. In einem Livestream auf Youtube gab sie den Jugendlichen Tipps und beantwortet Fragen. Im Interview erklärt Rektorscheck, welche Sorgen die Jugendlichen derzeit umtreiben und wie diese das Online-Angebot angenommen haben.

Frau, Rektorschek, fällt es den Jugendlichen dieses Jahr schwerer, einen Ausbildungsplatz zu finden?

Das kann man nicht sagen. Wir haben zwar einen kleinen Rückgang am Arbeitsmarkt zu verzeichnen, aber das war auch schon vor Corona der Fall. Ich kann nicht sagen, dass die Betriebe aufgrund von Corona verhaltener sind.

Wie sieht der Ausbildungsmarkt im Landkreis derzeit aus?

Es gibt immer noch viele Ausbildungsangebote und auch die Unternehmen sind weiterhin offen Auszubildende einzustellen. Es läuft aktuell.

Pandemie beschäftigt Jugendliche

Merken Sie als Berufsberaterin, dass die Pandemie trotzdem ein Thema bei den Schulabgängern ist?

Es beschäftigt die Jugendlichen natürlich schon. Es herrscht eine gewisse Unsicherheit, man weiß nicht genau, wie sich das Ganze entwickelt. Die Jugendlichen beschäftigen sich intensiver mit ihrer Zukunft und mit der Frage: Wie sicher ist mein Arbeitsplatz?

Wer nimmt das Angebot der Berufsberatung wahr?

Jugendliche, die sich informieren möchten, wie es nach der Schule weitergehen kann. Aber auch Studenten, die sich umorientieren möchten.

Wie sieht es mit den Unentschlossenen aus?

Für diejenigen, die noch überhaupt keine Ahnung haben, was sie später machen möchten, sind wir in erster Linie eine Art roter Faden. Es gibt über 20 000 Studiengänge und 300 Ausbildungsberufe, da den Überblick zu behalten und jemanden bei Fragen an der Seite zu haben, das ist unsere Aufgabe.

Wird die Berufsberatung zurzeit öfter in Anspruch genommen?

Das denke ich nicht, aber es ist eine andere Art von Kontakt. Normalerweise sind wir in den Schule vor Ort, man sieht sich sehr oft. Das fällt aktuell natürlich komplett weg. Wir haben in den letzten Monaten unter anderem auf telefonische Beratung umgestellt.

Neben den Telefongesprächen veranstalten Sie auch auf der Videoplattform Youtube Livestreams zum Thema Berufsberatung. Wie funktioniert das?

Die Livestreams hat die Bundesagentur ins Leben gerufen, um den Jugendlichen zu zeigen, dass wir weiterhin für sie da sind. An sechs Terminen hatten die Schüler die Möglichkeit, direkt Fragen über die Chatfunktion zu stellen. Ich bin dabei auch auf feste Themen eingegangen, die sich aus den vorherigen Livestreams ergeben haben.

Finden die Livestreams auch nach Corona weiterhin statt?

Die Videos kamen gut an und die Rückmeldungen der Jugendlichen waren durchweg positiv, deswegen wird das Konzept ab Herbst wahrscheinlich fest etabliert. Es soll ein regelmäßiges Angebot zu gewünschten Themen geben. Wie das konkret aussehen wird, wissen wir noch nicht. Ich merke aber, dass die Schüler die Möglichkeit toll finden, mit uns in Kontakt zu treten, ohne sofort alles von sich preisgeben zu müssen.

Youtube-Videos für jeden zugänglich

Kann sich jeder Jugendliche die Videos anschauen?

Der Livestream ist für alle zugänglich, jeder kann zuschauen. Wer möchte kann sich den Stream auch im Nachhinein auf Youtube anschauen. Dafür muss man nur den Youtubekanal der Bundesagentur für Arbeit abonnieren.

Fehlt Ihnen der persönliche Kontakt?

Ja, sehr. Ich muss sagen, auch der Online-Kontakt kann das nicht ersetzten. Ich bin sehr eng mit den Schulen in Kontakt und ich weiß, dass auch den Schülern das persönliche Gespräch fehlt. Das liegt einfach daran, dass wir soziale Wesen sind und den persönlichen Kontakt brauchen.

Wann können Sie die Schüler in einem persönlichen Gespräch wieder beraten?

Das hängt natürlich davon ab, wie sich die Pandemie entwickelt. Wir arbeiten derzeit Sicherheitskonzepte aus und versuchen eine Lösung zu finden. Aber die Gesundheit steht an erster Stelle.

Haben Sie zum Abschluss noch einen Tipp für die Jugendlichen, die gerade die Schule beendet haben?

Wir wollen denjenigen Mut machen, die nicht wissen, wie es weitergeht oder glauben, dass sie keine guten Chancen auf dem derzeitigen Ausbildungsmarkt haben. Die Jugendlichen sollen sich bei uns melden, denn es gibt ein breites Angebot an Ausbildungsplätze in der Region. Wir helfen gerne und stellen den Kontakt her.

Kontakt

Die Jugendliche können Stefanie Rektorschek und ihr Team unter der kostenlosen Servicehotline der Berufs- und Studienberatung unter 0800/455 55 00 erreichen.

Viele junge Menschen im Landkreis haben zwar in diesen Tagen ihren Abschluss in der Tasche – noch aber keinen Ausbildungsvertrag. Doch ein Problem haben trotz Corona-Krise wie schon die Jahre zuvor nicht die Bewerber, sondern die Betriebe.

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