Besonders Unterhaching und Taufkirchen gefährdet

Polizei warnt: Achtung vor Reifendieben

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Unterhaching/Taufkirchen - Alle sechs Monate das gleiche Phänomen: Autoreifen verschwinden in alarmierender Zahl aus Tiefgaragen. Der Schaden ist enorm, der Diebstahl nur schwer aufzuklären.

Erst am vergangenen Wochenende sind drei komplette Sätze Sommerreifen aus einer Tiefgarage in der Unterhachinger Bussardstraße verschwunden. Gesamtschaden: 5500 Euro. Von den Tätern fehlt jede Spur. Die Eigentümer bemerkten den Diebstahl erst als sowohl ihre Reifen als auch die Diebe längst verschwunden waren.

Ein Muster, das die Polizei nur allzu gut kennt. Stefan Schraut, Leiter der Diensstelle in Unterhaching, sagt: „Jedes Jahr, alle halbe Jahre wieder immer das Gleiche.“ Pünktlich zur Reifenwechsel-Saison steigt die Zahl der Diebstähle. Seit Anfang Oktober verzeichnet Schraut allein in seinem Zuständigkeitsbereich 24 Fälle von gestohlenen Reifensätzen, fast alle verschwanden aus Tiefgaragen in Unterhaching und Taufkirchen. In allen Fällen hätten die Geschädigten ihre Reifen, nachdem sie sie abmontiert hatten, für jedermann zugänglich in der Tiefgarage liegen lassen.

Bei der Suche nach den Tätern tappt die Polizei bislang im Dunkeln. Es fehlen Hinweise und Anhaltspunkt. „Wir haben nichts“, sagt Schraut. In einem Punkt ist er sich sicher: Die Diebe sind in einem Transporter unterwegs. In einem Pkw wäre schlicht kein Platz für zwölf gestohlene Reifen, wie kürzlich in Unterhaching.  

Wie hoch der entstandene Schaden ist, kann Schraut nicht abschätzen. 1000 bis 2000 Euro seien die gestohlenen Reifen im Schnitt wert. In einem Fall machten die Diebe allerdings besonders fette Beute: ein Satz Reifen im Wert von 4500 Euro. Der Eigentümer konnte den Betrag anhand einer Rechnung nachweisen. Schraut: „Das war der Hammer.“

Für die Täter ist der Reifen-Diebstahl ein äußerst lukratives Geschäft - und das mit nur geringem Risiko. Die Reifen, inbesondere aber die meist teuren Felgen ließen sich gut verkaufen, sagt Polizeihauptkommissar Schraut. Und selbst wenn die Polizei einen Transporter voller Reifen entdeckt, sei das für die Diebe in der Regel ungefährlich. „Die Beweislast liegt bei der Polizei. Wir müssen nachweisen, wem die Reifen gehören und dass sie gestohlen sind“, sagt Schraut. Er rät daher dazu, die Reifen in irgendeiner Weise individualisieren zu lassen, durch eine auf die Felge gravierte Zahlenkombination in etwa. „Nur so haben wir die Möglichkeit, die gestohlenen Reifen konkret zu zuordnen.“

Tipps, um sich vor Reifen-Diebstählen zu schützen:

- Schließzeiten der Tiefgaragen-Tore verkürzen, um Dieben die Zufahrt zu erschweren.

- Reifen nicht  für jedermann zugänglich in Tiefgarage am Stellplatz liegen lassen.

- Reifen im Kellerabteil oder einer Aufbewahrungsstelle einlagern.

- Felgen markieren, um im Falle eines Diebstahls Identifizierung zu erleichtern.

Rubriklistenbild: © dpa

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