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Tom Gutbrod, Kreisvorsitzender der „Partei“ ruft zur Demo auf. 

Gemeinsamer Protestmarsch durch Unterhaching

Spaß-Politiker rufen zur Demo gegen die AfD auf

Unterhaching – Eine Demo gegen die AfD will „Die Partei“ am 28. Januar veranstalten. Dann wählt die AfD ihren Bundestagskandidaten. Bei der Demo soll‘s heiß hergehen.

Beim Thema AfD ist Schluss mit lustig für die politischen Spaßmacher von „Die Partei“. Deshalb organisiert der Kreisverband München der Gruppierung, die Martin Sonneborn, der ehemalige Chefredakteur der Satire-Zeitschrift „Titanic“, mitbegründet hat, am Samstag, 28. Januar, ab 14 Uhr einen Demonstrationszug durch Unterhaching.

Dass die Satire-Partei ausgerechnet dieses Datum ausgewählt hat, ist kein Zufall, wie Ortsvorsitzender Tom Gutbrod verrät. Denn an diesem Tag will die Alternative für Deutschland ihren Direktkandidaten für den Bundestagswahlkreis München-Land wählen. Ort und Zeitpunkt der Wahlveranstaltung hat die AfD bisher nicht öffentlich gemacht. Doch Gutbrod will erfahren haben, dass sich die AfD-Mitglieder ab 14 Uhr in der Pschorr-Klause an der Fasanenstraße in Unterhaching treffen, die im gleichen Gebäude wie die Geschäftsstelle der AfD Bayern zu finden ist.

Deshalb soll der Demonstrationszug, der unter dem Motto „Ja zur Bundestagswahl – Nein zur AfD“ steht, in der Fasanenstraße starten, eher er über die Oskar-von-Miller-Straße, die Münchner Straße und die Leipziger Straße in die Von-Stauffenberg-Straße führt und mit einer Abschlusskundgebung im Restaurant „Bei Toni“ endet. Dort wird Gutbrod als Direktkandidat seiner Partei zur Bundestagswahl für den Landkreis München präsentiert.

„Wir werden an der Pschorr-Klause natürlich innehalten, und ich werde mich zur AfD äußern“, verspricht der 47-Jährige. Dabei könnte es heiß hergehen. Denn der Gute-Laune-Politiker überlegt, dort auch ein Parteiprogramm der AfD zu verbrennen. „Schließlich ist in deren Parteiprogramm ja noch weniger Inhaltliches zu finden, als in unserem“, spöttelt der Ortsvorsitzende. „Und die einzige inhaltslose Partei, die polemisieren darf, sind wir.“

Gutbrod hofft, dass sich neben den bis zu 40 Mitgliedern seiner Partei viele weitere Bürger am Demonstrationszug beteiligen und ein Zeichen gegen die Alternative für Deutschland setzen. „Gleichzeitig wollen wir auf lustige Art und Weise dazu motivieren, dass die Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen“, sagt Gutbrod.

Die Befürchtung, dass die AfD durch solche Aktionen noch mehr ins Rampenlicht rückt, hat Gutbrod nicht. Früher habe er die Meinung vertreten, es reiche, die AfD zu ignorieren. Doch deren Wahlerfolge in den vergangenen Monaten haben ihn nachdenklich gestimmt. „Wegschauen reicht nicht“, sagt Gutbrod. Man müsse aktiv gegen die AfD vorgehen. „Zu dieser Partei fällt mir nichts mehr ein. Da hat der Spaß ein Loch.“ 

  Stefan Weinzierl

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