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Geisterkulisse: Die derzeit gesperrte Osttribüne im Unterhachinger Sportpark muss dringend saniert werden. 

Das sind die Details

Der Sportpark-Deal der SpVgg Unterhaching

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Nun wird‘s konkret: Die SpVgg Unterhaching hat der Gemeinde ein Angebot für das dringend sanierungsbedürftige Stadion gemacht. Das sind die Details.

Unterhaching – Über 5000 Zuschauer beim jüngsten Gastspiel des 1. FC Magdeburg, der 2000 Anhänger mit nach Unterhaching brachte, gaben einen Vorgeschmack aus das, was bald wieder regelmäßig los sein könnte im Sportpark. Das erklärte Ziel der SpVgg Unterhaching: Innerhalb von zwei bis drei Jahren in die 2. Fußball-Bundesliga aufsteigen. Der sportliche Part erscheint realisierbar – aber das Stadion müsste dringend angepasst werden.

In diesem Kontext steht schon länger das Angebot des Vereins im Raum, das Stadion auf der Basis von Erbbaurecht zu übernehmen. Diese Pläne hat die SpVgg Unterhaching inzwischen konkretisiert und der Gemeinde Anfang März ein detailliertes Konzept vorgelegt.

Seitdem beschäftigen sich unterschiedliche Abteilungen im Rathaus intensiv mit dem Vorschlag. „Das Thema ist komplex“, sagt Stefan Lauszat, Leiter der Bauverwaltung. „Bis zur Sommerpause“ werde die interne Prüfung aber noch dauern, schätzt er und bemüht einen alten TV-Fußball-Slogan: „Wir sind mittendrin statt nur dabei.“

Investition über zehn Millionen Euro

Flutlicht, Überdachung, Sanierung der Osttribüne: Um das Stadion zweitligatauglich zu machen, müssten nach Einschätzung von SpVgg-Präsident Manfred Schwabl rund zehn Millionen Euro investiert werden. Er verlangt eine „faire Teilung des Risikos“: Die eine Hälfte – also fünf Millionen Euro – solle die Gemeinde zahlen, die andere würde der Verein übernehmen. Vorausgesetzt, beide Seiten einigen sich auf einen entsprechenden Erbbaurechtsvertrag.

Und noch ein Punkt ist der SpVgg Unterhaching wichtig: Die Pflege der Fußballplätze möchte der Verein in Eigenregie übernehmen. Die Spielvereinigung hätte dafür dann aber gern einen Pflegezuschuss von der Kommune. Bisher sind mit der Pflege vier Gemeinde-Mitarbeiter befasst. Hintergrund: Weil die Gemeindekräfte am Wochenende nicht im Dienst sind, mussten bei Schneefall diverse Spiele abgesagt werden, vor allem bei den Junioren. Durch Eigeninitiative glaubt der Verein, dies abfedern zu können. „Es sind eine Menge Fragestellungen zu klären“, sagt Lauszat. „Die SpVgg Unterhaching hat konkrete Vorstellungen. Wir müssen eruieren: Was bedeutet das für uns?“ Es gehe unter anderem um die Bereiche Bauliches, Steuern und Personal. Dass der Verein seine Pläne jetzt klar definiert habe, sei „sehr begrüßenswert, wir wollen das flott abarbeiten“.

Krux Profifußball

Als einen kritischen Knackpunkt hatte Bürgermeister Wolfgang Panzer genannt, dass die SpVgg Unterhaching erwägt, ihre Profi-Fußballabteilung in eine Kapitalgesellschaft auszugliedern. Lauszat sagt: „Unsere kommunale Aufgabe ist es, den Breitensport zu unterstützen, aber nicht eine gewinnorientierte Kapitalgesellschaft. Wir müssen auch klären, inwieweit wir uns da aus dem Fenster lehnen können.“

Ein Argument der SpVgg Unterhaching ist stets, dass der Verein den aktuellen, bis 2020 laufenden Stadion-Pachtvertrag mittels einer einseitigen Option bis 2025 verlängern könne und die Kommune dann – im Falle des Zweitliga-Aufstiegs – das Stadion sowieso sanieren müsse. Ohne die von der SpVgg vorgeschlagene Kostenteilung, die Schwabl als „faires Angebot“ preist.

Teure Aussichten

Lauszat bestätigt grundsätzlich, dass dem Verein diese Option zusteht. Aber: „Die SpVgg wäre auch an ein paar Spielregeln gebunden.“ Präzisieren möchte er diese nicht, Lauszat sagt nur: „Fachlich ist das Thema alles andere als banal.“ Deshalb dauere es noch, bis die Pläne fürs Stadion den politischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt werden könne.

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