Die Marktbuden würden massive Schäden an den alten Kastanien verursachen, bestätigte schon vor Jahren ein Gutachter. Auch deswegen will die Gemeinde am Bahnhofsvorplatz in Unterhaching keine Stände mehr zulassen.
+
Die Marktbuden würden massive Schäden an den alten Kastanien verursachen, bestätigte schon vor Jahren ein Gutachter. Auch deswegen will die Gemeinde am Bahnhofsvorplatz in Unterhaching keine Stände mehr zulassen.

Keine Stände mehr am Bahnhofsvorplatz

Traum vom Viktualienmarkt geplatzt

  • Laura Forster
    vonLaura Forster
    schließen

Es sollte ein kleiner Viktualienmarkt werden. So stellte sich Giacomo Vitales vor sieben Jahren den Bahnhofsvorplatz in Unterhaching vor – der seiner Familie damals gehörte.

Unterhaching – Seit Kurzem sind die Hütten jedoch weg, nur noch die alten Kastanienbäume stehen an ihrem gewohnten Ort. Mit einem Markt hat der Platz wenig zu tun. Was nun mit der Fläche neben dem Unterhachinger S-Bahnhof geschehen soll, entscheidet die Gemeinde, die das Grundstück nach langen Verhandlungen Anfang des Jahres gekauft hat.

Die weitere Planung des Bahnhofsvorplatzes will die Kommune langsam angehen. „Es bringt nichts, jetzt einen Schnellschuss zu starten“, sagt Rathaussprecher Simon Hötzl. Die Fläche sei ein wichtiger Punkt im Ort, deshalb müssten die weiteren Schritte gut geplant sein. Derzeit befindet sich die Gemeinde noch in der Bestandsaufnahme. „Wir schauen uns die Situation der Bäume an“, sagt Hötzl. „Die haben oberste Priorität.“

langjährige Verhandlungen mit Eigentümer

Schon in den vergangen Jahren sorgte sich die Kommune um die alten Kastanien (wir berichteten). Die Buden würden massive Schäden verursachen. Der Wurzelraum würde zusätzlich verdichtet und versiegelt werden, attestierte ein Gutachter. Damals – vor sechs Jahren – hatte die Gemeinde jedoch nur wenig Einfluss, da sie das Gelände nicht ihr Eigen nennen konnte. „Das Gutachten diente dazu, die Rechtsposition beim Eigentümer zu stärken“, erklärt Hötzl. Denn schon damals stand die Kommune mit Vitales in Verhandlungen.

Nun gehört das Grundstück der Gemeinde. Geplant sei ein Radweg in Richtung Kubiz und der Ausbau der Bushaltestelle. „Das wird aber zuerst im Gemeinderat besprochen“, sagt Hötzl. Was er jedoch sicher weiß – aktuell sind keine Stände mehr auf dem Platz geplant.  

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentare