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Bedarfsampel abgebaut

Unterhachinger freuen sich: Ampel-Ärger hat ein Ende

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Die sogenannte Bedarfsampel im Norden von Unterhaching, an der Ortseinfahrt von Unterbiberg aus, hat so ziemlich jeden Vorbeikommenden genervt. Jetzt, das ist die gute Nachricht, wurde das Ärgernis abgebaut.

Unterhaching – Wie lange sie da stand: So ganz genau weiß das keiner. Mindestens ein Jahr lang, vielleicht auch eine gefühlte Ewigkeit, aus Sicht der Autofahrer jedenfalls. Die sogenannte Bedarfsampel im Norden von Unterhaching, an der Ortseinfahrt von Unterbiberg aus, hat so ziemlich jeden Vorbeikommenden genervt. Jetzt, das ist die gute Nachricht, wurde das Ärgernis abgebaut.

Ampel schaltete sinnfrei auf Rot

Tempo 70 auf der Biberger Straße, am Ortsschild Unterhaching abbremsen auf 50 km/h – so sollte es sein. Doch an dieser Stelle kam der Verkehr, egal ob ortsein- oder auswärts, regelmäßig zum Stillstand. Tempo null. Warten an einer Ampel, die sinnfrei auf Rot schaltete. Immer wieder, zu jeder Tageszeit.

Bereits im Mai 2019 hatte der Münchner Merkur über das Problem berichtet. Damals erhob der Unterhachinger Beitschaftsarzt Dr. Gero Winkelmann seine Stimme des Protests und sprach wohl für viele, die nicht verstehen konnten, warum sie täglich und stündlich ausgebremst wurden von einer Baustellen-Bedarfsampel, an der aber nachweislich so gut wie nie Bedarf durch querenden Verkehr existierte. In einem Schreiben an Gemeinde, Landratsamt und Polizei hat Dr. Winkelmann jetzt abermals die „defekte Ampelanlage in Unterhaching“ angeprangert. Und siehe da, wenige Tage später wurde das ewige Ärgernis an der Kreuzung Biberger Straße/Am Tränkanger abgebaut.

Jede Menge Beschwerden im Rathaus

Keine Rot-Automatik mehr, plötzlich freie Fahrt statt umweltschädlicher Staus: Was ist passiert? Simon Hötzl, Pressesprecher im Unterhachinger Rathaus, mochte auf Nachfrage „nicht beurteilen, ob die Ampel sinnhaft war oder nicht“. Eine ganze Reihe von Beschwerden sind auch ihm zugegangen. Und was das „Corpus delicti“ an sich angeht: „Da es sich um eine Staatsstraße handelt, war hier das Landratsamt als Kreisbehörde zuständig. Es ging wohl darum, den Baustellenverkehr für den Bereich Campeon-Süd in Neubiberg zu koordinieren.“ Diese Koordination ist nach allgemeinem Empfinden mächtig schief gelaufen, inzwischen aber anscheinend nicht mehr erforderlich: Die umweltfeindlichen Zeiten von „Stop-and-go“ auf gähnend leerer Straße sind vorbei. 

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