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Die „Uralt-Burschen“ hoch auf dem Wagen: (v.l.) Jakob Diepold, Helmut Billerif, Sebastian Nunberger, Toni Glas, Wolfgang Pöltl, Peter Utschig, Egon Betz und Josef Haberl.
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Hielt eine launige Predigt, die Vereine in der Kirche erfreute: Pfarrer Rainer Maria Schießler von St. Maximilian.

125 Jahre Birker Burschen

Feucht-fröhlicher Burschengeburtstag

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Halb Unterhaching, so hatte man das Gefühl, stand am Sonntagvormittag am Straßenrand und auf den Balkonen. Winkte, fotografierte, freute sich. Denn die Birker Burschen feierten ihren 125. Geburtstag mit Gottesdienst und einem großen Festumzug.

Unterhaching - Allerdings hatten die Veranstalter wetterbedingt in aller Früh umdisponieren müssen. Um 9 Uhr regnete es so heftig, dass die Messe auch im Bierzelt, wie bei schlechtem Wetter ursprünglich vorgesehen, nicht stattfinden konnte. Also verlegte man den feierlichen Auftakt des Geburtstages nach St. Korbinian. Die Kirche platzte dann förmlich aus allen Nähten. In Trauben standen die Besucher vor den Eingängen. Hinterher meinten die Leute zueinander: „Mir is as Wasser übers Ohr runterglaufen!“; denn das Gotteshaus unterschied sich, was die klimatischen Verhältnisse darin anging, nicht viel vom brasilianischen Regenwald. Rechts und links vom Altar hatten die Unterhachinger Vereine sowie der Patenverein der Gastgeber, die Lindenburschen aus Neubiberg, Aufstellung bezogen. 

Die Predigt hielt Rainer Maria Schießler, Pfarrer der Heilig Geist-Kirche und von St. Maximilian, der, wie man weiß, sechs Jahre lang im Schottenhamel-Zelt auf der Wiesn als Bedienung gearbeitet hat und sich entsprechend mit größeren Traditionsfesten bestens auskennt. Festzug mit verkürzter Route „Wir dürfen miteinander das Leben genießen“, sagte er unter anderem, er ermunterte die Versammelten dazu, die „Freude, die heute da ist“, mit in den Alltag hinüberzunehmen. Man sei gesegnet mit „all dem Guten, das vom Himmel kommt, einschließlich dem Regen“. Mit Unterhaching fühle er, der gebürtige Münchner, sich besonders verbunden, seit er in St. Alto seine Nichte getauft hat. Er musste dann erst einmal zurück in die Stadt, um dort den Gottesdienst zu halten, versprach aber zurückzukommen ins Festzelt. 

Gegen 10.30 Uhr formierten sich die rund 30 anwesenden Vereine, darunter auch die Burschen aus Oberhaching, Taufkirchen, Vaterstetten und Grünwald zum Festzug. Weil es immer noch nicht klar war, ob es nicht wieder anfangen würde zu regnen, hatten die Birker Burschen die Route ein wenig gekürzt – der Schlenker über den Wasserturm wurde vorsichtshalber gestrichen. Angeführt wurde der Geburtstags-Spaziergang von den Korbiniansbläsern und den Gastgebern. Besonders bequem hatte es ein Knirps, dessen Vater, Mitglied der Altburschen Unterhaching, ihn im Leiterwagen unterm Sonnenschirm mitzog; auch die „Uraltburschen“ aus der Gemeinde wurden gefahren – in ihrem Fall in einem Pferdewagen.

 Mit von der Partie waren auch der Spielmannszug der Feuerwehr, die Schützengesellschaft Unterhaching, die Gleisenia und der Gartenbauverein in seinen grünen Schürzen. Über die Kirchenstraße ging es zum Gasthof zur Post, dann die Hauptstraße hinunter zum Festgelände. Gegen 11.20 Uhr war der Zug am Festzelt angekommen; die Bedienungen dort standen für die Ankömmlinge Spalier. Und etwa zehn Minuten später waren alle Bierbänke besetzt – wenigstens drinnen.

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