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Für einen besseren Lärmschutz an der A 995 (Foto) und der A 8 will sich die Gemeinde Unterhaching gemeinsam mit Taufkirchen einsetzen. 

Taufkirchen und Unterhaching tun sich zusammen

Bündnis für mehr Lärmschutz

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Mit einem Bündel aus öffentlichkeitswirksamen Aktionen, die bis Mitte 2018 andauern sollen, will die Gemeinde Unterhaching den Lärmschutz an den Autobahnen A 8 und A 995 forcieren.

Unterhaching – Die Entschlossenheit deutet sich zumindest in der Wortwahl an. „Grundsatzbeschlüsse“ hat der Unterhachinger Gemeinderat gefasst, drei Stück gleich. Das Ziel: „verbesserter Lärmschutz“. Um dies zu erreichen, sucht Unterhaching den Schulterschluss mit der Nachbarkommune Taufkirchen, erste Gespräche fanden schon statt.

Der Autobahnlärm nervt so manchen Anwohner. Einst gab es eine Lärmschutzwand an der A 995, im Jahr 1992 errichtet, die aber vor ein paar Jahren wegen baulicher Mängel abgerissen werden musste. Als Kompensation ließ die Autobahndirektion Südbayern einen lärmmindernden Fahrbahnbelag aufbringen.

Das allein genügt den Anwohnern aber nicht. Was hilft? Eigenen Gutachten der Gemeinde zufolge die Kombination aus baulichen Maßnahmen (der Flüsterasphalt eben) und Tempolimit. Doch gerade bei der Geschwindigkeitsbegrenzung hakt es: Die gilt nur nachts, auf der A 995 zudem nur in Fahrtrichtung München (stadtauswärts dagegen nicht), zudem ist das Tempolimit befristet bis Ende 2019.

Die Gemeinde Unterhaching fordert deshalb jetzt rund um die Uhr und auf beiden angrenzenden Autobahnen maximal Tempo 80 für Pkw und Tempo 60 für Lkw. Damit die Autobahnnutzer dies auch einhalten, sollen die Geschwindigkeitskontrollen verstärkt werden. „Wir brauchen politischen Druck, dass auch mal geblitzt wird“, sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende Karin Radl.

Politischer Druck: für Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD) ein ganz wichtiges Stichwort. Um Druck auszuüben (auf Innenministerium und das Landratsamt als zuständige Behörden), brauche er „als Legitimation die breite Unterstützung der Bevölkerung“ und nicht sporadische Kritik einzelner Betroffener. Gemeinsam mit der Nachbarkommune Taufkirchen sei für Mitte März eine Pressekonferenz geplant, um die Aktionen vorzustellen, die bis 2018 laufen sollen. Panzer hofft, „dass sich eine große Masse Menschen an diesen Aktionen beteiligt“. Es gehe darum, „ein Gesamtpaket aufzubauen“, zu schauen, was technisch und finanziell überhaupt möglich und sinnvoll ist.

Schöne Worte. Nun erwarten die Anwohner Taten.

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