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Die Osttribüne im Unterhachinger Sportpark bleibt aus Sicherheitsgründen gesperrt. 

Drei Blöcke im Unterhachinger Sportpark gesperrt

Risse im Tribünen-Beton

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Rot-blaue Begeisterung auf den Rängen im Sportpark, 8000 Fußballfreunde haben am Sonntag den 3:0-Sieg der SpVgg Unterhaching gegen Elversberg gefeiert – die Stimmung im ersten Relegationsspiel um den Aufstieg in die 3. Liga erinnerte an alte Bundesligazeiten. Genau die Hälfte der Osttribüne blieb allerdings leer, und zwar aus Sicherheitsgründen.

Unterhaching– Nicht wegen der Fans aus dem Saarland im Stehplatzblock daneben. Nein, Teile der Osttribüne haben sich abgesenkt und sind deshalb gesperrt.

Untergrund gibt nach

„Im unteren Bereich der Blöcke H, I und J hat eine Setzung des Bodens stattgefunden“, sagt Rathaus-Sprecher Simon Hötzl auf Nachfrage des Münchner Merkur. Betroffen sei der Bereich der sogenannten Naturtribüne, also jener Teil, der ins Erdreich der ehemaligen Kiesgrube gebaut wurde. Dass dieser etwas weichere Untergrund im Lauf der Jahre etwas nachgegeben und sich gesetzt hat, sei „nicht unüblich und kein Drama“, betont Hötzl. Aber: „An den Übergängen zum oberen Tribünenteil sind Risse entstanden.“

Die Risse im Beton sind besondern im Block I und im Übergang zum Block J, auf Höhe des Treppenzugangs, gut zu erkennen. Auch an einem Treppenabsatz hat sich der Beton um fast 20 Zentimeter verschoben. „Deswegen fällt die Tribüne nicht um“, sagt Hötzl. „Es gibt aber Stolperfallen, die zum Problem werden könnten, wenn wir das Stadion mal auf die Schnelle räumen müssten.“

Plätze reichen für die Fans

Aus diesem Grund bleiben die betroffenen drei Blöcke bis auf Weiteres für Zuschauer gesperrt, betroffen sind insgesamt etwa 2000 Plätze. Das Fassungsvermögen des Unterhachinger Sportparks verringert sich damit auf 13 200 Zuschauer. 8000 kamen gegen Elversberg, „es war also noch Luft nach oben“, sagt Hötzl. Er schätzt, dass das Stadion auch trotz der drei gesperrten Blöcke für den Fall eines Aufstiegs in die 3. Liga (die Entscheidung darüber fällt am Mittwochabend mit dem Rückspiel in Elversberg) groß genug wäre. Was offenbar SpVgg-Präsident Manfred Schwabl genauso sieht.

Stadion-Sanierung nicht vorgesehen

An den Anblick einer halbleeren Osttribüne bei Drittliga-Spitzenspielen und großer Kulisse in spe werden die Fußballfans sich gewöhnen müssen, eine kostspielige Stadionsanierung steht nämlich nicht auf der Agenda der Gemeinde. „Uns ist bewusst, dass es Handlungsbedarf gibt“, sagt Hötzl. Ein Gutachten durch Bau-Experten könne Aufschluss geben „über einen Sanierungsfahrplan, der in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis steht“. Allerdings habe die Gemeinde bis dato kein Gutachten in Auftrag gegeben: „Absolute Priorität hat für uns der Ausbau der sozialen Infrastruktur.“

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