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Spatenstich im Regen fürs „Kinderhaus plus“: ( v.l.) Bauamtsleiter Stefan Lauszat, Architekt Alexander Pfletscher, Dritte Bürgermeisterin Christine Helming, Rathauschef Wolfgang Panzer, Vize-Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche und Barbara Bryknar von der kommunalen Bauverwaltung.

Ein „Kinderhaus plus“ für Unterhaching

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Zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt die Gemeinde Unterhaching mit dem neuen „Kinderhaus plus“: Es bietet Platz für Krippe und Kindergarten aber auch fürs Vereinsleben. 16 Millionen Euro kostet das Projekt. 

Unterhaching– Die beiden kleinen Party-Zeltüberdachungen reichten nicht aus: Manch einer der knapp 50 offiziellen Gäste musste am Montagnachmittag im Regen stehen beim Spatenstich zum Bau vom „Kinderhaus plus“ der Gemeinde Unterhaching. Egal, das Wetter nahm naturgemäß keine Rücksicht auf „einen wichtigen Termin“, wie der Architekt des 16-Millionen-Euro-Projekts, Alexander Pfletscher, den Auftakt beschrieb: „Die Baustelle beginnt – aus unzähligen Plänen wird ein Gebäude.“ Außer Kindergarten- und Kinderkrippengruppen sollen bis 2021 auch Unterhachinger Vereine ihren Platz finden in dem Multifunktionsbau am Oberweg.

60 Meter lang und zwölf Meter hoch wird der Gebäuderiegel, laut Pfletscher „übersichtlich organisiert und klar gegliedert“, einmal sein. Der Architekt erwartet sich durch die „reduzierte Form“ einen „Ruhepol“ und „Mittler zwischen großen und kleinen Gebäuden“ – immerhin werde das Kinderhaus „das Einfallstor“ an diesem südlichen Ortseingang.

Bürgermeister Wolfgang Panzer hob die Bedeutung als „Investition in die soziale Infrastruktur“ hervor. In puncto Kinderbetreuung gebe der Bau „die nötige Luft für weiteres Bevölkerungswachstum“ angesichts der „ungebrochenen Attraktivität unserer Gemeinde“. Das „Plus“ in Projektname und Praxis liege darin, mit Multifunktionsräumen das Unterhachinger Vereinsleben zu fördern: „Ich sehe das nicht nur als Kür, sondern als unsere Verpflichtung.“

Begonnen wurde das 16,3 Millionen Euro teure Projekt im Oktober 2017 mit einer Machbarkeitsstudie; die Erteilung der Baugenehmigung durchs Landratsamt erfolgte erst im Februar 2019. Zuvor hatte es in den kommunalpolitischen Gremien rege Diskussion um die Nutzung des Obergeschosses gegeben sowie darum, ob das Bauprojekt in einem oder zwei Abschnitten realisiert werden soll.

Jetzt also wird das „Kinderhaus plus“ in einem Rutsch gebaut, und ins Obergeschoss kommen aus rechtlichen Gründen keine Dienstwohnungen für Kita-Personal, sondern multifunktionale Räume für Unterhachinger Vereine (wir berichteten).  Der dreigeschossige Bau, der einem länglichen Riegel ähneln wird, soll bei der Fertigstellung im Spätsommer 2021 insgesamt 3600 Quadratmeter Nutzfläche beinhalten. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss werden ein viergruppiger Kindergarten (100 Plätze) und eine viergruppige Krippe (48 Plätze) untergebracht. Ins zweite Stockwerk kommen Büros mit Besprechungs- und Nebenräumen im Nordteil sowie auf der Südseite ein Multifunktionssaal mit Foyer. Zum Parken sind 27 oberirdische Stellplätze vorgesehen und neun in der Tiefgarage. In puncto Energie wird das Kinderhaus plus regenerativ versorgt: mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach und einem Fernwärme-Anschluss an die Geothermie. 

„Weniger ist oft mehr“, sagt Architekt Pfletscher über diejenige der acht Bebauungsvarianten, die letztlich den Vorzug erhielt. Bürgermeister Panzer freut sich darauf: „Ich bin stolz, dass es losgeht.“ 

Lesen Sie auch: Warum neue Kita-Einrichtungen so wichtig sind für Unterhaching und wie es um den Haushalt in Unterhaching bestellt ist.

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