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Die Zentrale von Wrigley in Unterhaching.

Fusion von Wrigley und Mars

Geballte Süßkraft in Unterhaching

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Im Zuge der Fusion von Kaugummi-Hersteller Wrigley und Schokoriegel-Produzent Mars kommt zu einer weltweiten Neuausrichtung. Betroffen ist auch der Standort Unterhaching.

Unterhaching - Besserer Kundenservice und schnelleres Wachstum auf dem globalen Süßwarenmarkt: Unter dieser Prämisse haben sich Mars und Wrigley schon im Oktober auf eine Verschmelzung verständigt. „Mars Wrigley Confectionery“ nennt sich die neue Einheit. Dass der internationale Hauptsitz in Chigago (USA) sein wird, stand schon länger fest. Nun bahnen sich zwei weitere Standort-Entscheidungen an: Die Europazentrale soll ihren Sitz künftig in London haben – und die Deutschland-Zentrale residiert in Unterhaching. Vorbehaltlich dessen, dass bei Mars der Betriebsrat nicht zustimmt.

Die Kernfrage, die sich in Unterhaching stellt: Ist diese unternehmerische Entscheidung gut oder schlecht für den Standort im Münchner Süden? „Unterhaching erfährt eine deutliche Aufwertung und wird, so wie ich das sehe, als Standort gestärkt“, glaubt Simon Hötzl, Pressesprecher und Wirtschaftsreferent im Rathaus.

Eine Einschätzung, die sich erst auf den zweiten Blick erschließt. Die aber möglicherweise richtig ist, wie Iris Radière, Unternehmenssprecherin der Wrigley GmbH, auf Nachfrage des Münchner Merkur bestätigt. Denn: Was genau passiert eigentlich? An der Biberger Straße in Unterhaching ist Wrigley seit 1991 ansässig und hat dort ein Doppel-Quartier: für die Deutschland GmbH und die Europa-Zentrale. „Bei unseren europäischen Funktionen werden sich einige Rollen verschieben“, sagt Radière. Arbeitssitz dieser Mitarbeiter“, die sowieso permanent reisen“, sei künftig London. Manche Aufgaben würden aber auch von Mars übernommen. Eine Zahl, wie viele Arbeitsplätze betroffen sind, nennt die Firmensprecherin nicht.

Der Deutschland-Standort in Unterhaching dagegen bleibt erhalten. Mehr noch: Er wächst. Das hängt mit der Fusion mit Mars zusammen, dessen Deutschland-Zentrale bislang in Viersen bei Düsseldorf sitzt. Der deutsche Markt der „Mars Wrigley Confectionery“ soll, so die firmeninterne Vorentscheidung, von Unterhaching aus koordiniert werden. Am Mars-Standort Viesen würde die Produktion verbleiben – bis zu 150 der 550 Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen sollen offenbar nach Unterhaching verlagert werden. Die Gründe dafür, so heißt es: „Mehr räumliche Nähe zu den Kunden, die Kosten sowie die hohe Attraktivität der Region München für die Mitarbeiter.“ Die Zeitachse für diese Umstrukturierung ist „eine lange Übergangsphase“, sagte Radière, „das Organisations-Design ist noch offen“.

Unterm Strich gehen also einige Europa-Mitarbeiter nach London, dafür kommen andere nach Unterhaching und kümmern sich hier um die Bereiche Marketing, Vertrieb, Finanzen und Kommunikation.

Dass Wrigley also bleibt, ist Rathaus-Sprecher Simon Hötzl sehr wichtig, nicht nur wegen der Arbeitsplätze und der Gewerbesteuereinnahmen: „Mit seinem sozialen Engagement, beispielsweise beim Thema Zahngesundheit oder den Klimaschutztagen, ist Wrigley fest im Gemeindeleben verankert.“ Das soll, auch als „Mars Wrigley Confectionery“, so bleiben: „Wir sind“, sagt Hötzl über den Wirtschaftsstandort Unterhaching, „auf Zuwachs ausgelegt.“

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