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Trachtenverein „D’Hachingertaler“ feiert 50 Jahre Erntefest

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Mit dem traditionellen Kronentanz wollen sich „D’Hachingertaler“ in diesem Jahr vor allem bei den Barmherzigen Schwestern und bei Anton Trost, dem noch letzten lebenden Begründer des Erntefests bedanken.
Mit dem traditionellen Kronentanz wollen sich „D’Hachingertaler“ in diesem Jahr vor allem bei den Barmherzigen Schwestern und bei Anton Trost, dem noch letzten lebenden Begründer des Erntefests bedanken. © verein

Das Erntefest des Heimat- und Trachtenvereins „D’Hachingertaler“ ist seit 50 Jahren fest im Kulturkalender der Gemeinde verankert. Zu verdanken haben das die Unterhachinger zwei damals jungen und engagierten Burschen.

Unterhaching – Bereits in den 50er Jahren und zu Beginn der 60er fand jährlich das Erntedankfest der Unterhachinger Pfarrei St. Alto am Hirschbrunnen im Perlacher Forst statt. Aus unbekannten Gründen stellte man diese Festlichkeit irgendwann ein.

Zwei Trachtler lassen Fest wieder aufleben

1971 hatten zwei junge Trachtler aus Unterhaching, Alfons Griesberger und Anton Trost, die Idee, dieses Fest als Waldfest wieder aufleben zu lassen, scheiterten damit aber an den strengen Auflagen des Forstamtes. Eine Anfrage zur Nutzung des Klostergartens der Barmherzigen Schwestern bei der damaligen Oberin Schwester Amaranda war erfolgreich und ermöglichte ein Jahr darauf, am 17. September 1972, erstmalig die Durchführung des damals noch „Erntedankfest“ genannten Festes. Wegen der oftmals schlechten Witterung im September wurde das Fest wenig später in die zweite Augusthälfte verlegt und der Name in „Erntefest“ geändert. Der Grundgedanke „Erntedank“ und das Bewusstsein, dass Feld- und Gartenfrüchte Gottes Segens bedürfen, stehen nach wie vor für den Zweck des Festes des Heimat- und Trachtenvereins „D’Hachingertaler“.

Die Bürger nahmen diese Veranstaltung gerne an, und es entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem festen Bestandteil im Kulturkalender der Gemeinde. Dem 1972 entworfenen Konzept ist man bis heute treu geblieben, und große Teile der damals vom Anton Trost und einigen Helfern gefertigten Verkaufsstände sowie das Kaffeehäusl sind bis heute in Nutzung.

Tanzbühne ist ein Gemeinschaftswerk

1973 erfolgte der Bau einer vereinseigenen Tanzbühne. Finanziert wurde dieses Vorhaben mit Waldarbeit. Unterhachinger und Taufkirchner Bauern spendeten Holz aus ihren Waldungen, das gemeinsam mit der Firma Griesberger bearbeitet und verkauft wurde. Mit dem Erlös ließ man bei Anton Stumpf in Taufkirchen das Bauholz schneiden. Unter fachkundiger Anleitung und Mithilfe von Pauli Hart wurde gemeinsam die Bühne mit Geländer zusammengezimmert. Diese Bühne wurde nach 34 Jahren 2007 durch die heutige Bühne ersetzt.

Für das Fest bauen rund 20 bis 25 Deandl und Buam an zwei Wochenenden gemeinsam mit anderen Helfern Verkaufsstände, Bühne, Getränkeausschank, Grill sowie Tische und Bänke auf. Am eigentlichen Festsonntag sind bis zu 50 Trachtler sowie weitere Helfer im Einsatz, um die Stände zu betreiben und den Besuchern einen schönen Tag zu bereiten.  

Das Programm zum Jubiläumsfest

Bereits zum 50. Mal laden „D’Hachingertaler“ am Sonntag, 21. August, zum Erntefest in den Klostergarten der Barmherzigen Schwestern im Marxhof ein. Das Fest wird um 9.30 Uhr mit einem Festgottesdienst unter freiem Himmel eröffnet. Zum anschließenden Frühschoppen bei Weißwurst, Wiener, Brezn und Reutberger Bier spielt die „Dietramszeller Blaskapelle“ auf, die auch tagsüber die Gäste unterhalten und zum Tanz einladen wird. Die Besucher können sich auf Schmankerln aus der bayerischen Küche freuen, unter anderem Steckerlfisch, Grillfleisch sowie Wurst- und Fischsemmeln. Im Kaffeehäusl gibt es selbstgebackenen Kuchen und Schmalzgebäck.

Außerdem erfahren die Besucher bei einer Vorführung mit einer historischen Dreschmaschine wie das Korn früher gewonnen wurde. Neben der Musik werden die Unterhachinger Trachtler selber mit Tanz- und Plattlereinlagen für Unterhaltung sorgen. Mit dem traditionellen Kronentanz um 14 Uhr möchten sich die Trachtler bei den Barmherzigen Schwestern dafür bedanken, dass der Klostergarten seit 50 Jahren als Veranstaltungsort von ihnen zur Verfügung gestellt wird. Außerdem möchten die Vereinsmitglieder auch Anton Trost, dem letzten noch lebenden Begründer des Festes, für die Idee und seinen damaligen Mut, würdigen. Festausklang ist um 19 Uhr. Bei schlechter Witterung findet das Fest eine Woche später, also am 28. August, statt.

mm

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