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Luft-Messstationen ähnlich dieser in München sollen 2018 drei Monate lang in Unterhaching aufgestellt werden.  

Schadstoffanalyse über drei Monate

Unterhaching lässt Luft prüfen

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Es liegt was in der Luft. Oder? Das will Unterhaching mit einer Schadstoffmessung herausfinden - und damit Argumente für den Autobahn-Lärmschutz sammeln.

Unterhaching – Wie steht es um die Belastung mit Stickstoffdioxid und Feinstaub in Unterhaching? 2018 findet im Gemeindegebiet eine dreimonatige Schadstoffmessung statt. Die Ausgangsfrage lautet dabei für Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD): „Was kann man sinnvollerweise mit der Messung erreichen? Und: Was machen wir danach mit den Ergebnissen?“

Heuer im April hatten Grüne und SPD im Gemeinderat die Schadstoffmessung beantragt. Die Idee: Im Zuge der Debatte um Maßnahmen gegen Autobahnlärm könnten mit einer Schadstoffmessung zusätzliche Argumente gesammelt werden.

Als die Verwaltung daraufhin ein Angebot von Fachleuten einholte, kam heraus, dass die gewünschte Messung entlang der Autobahnen wenig aussagekräftig für die Wohngebiete sein würde. Sinnvoll, so teilten die Experten mit, seien acht bis zehn Messpunkte über ganz Unterhaching verteilt – primär in Wohngebieten.

Knackpunkt Nummer zwei: Wie lange sollte eine Messung dauern? Wegen Differenzen in puncto Wind, Temperatur und Luftfeuchtigkeit müsse für „belastbare Werte“ die Messung über einen Zeitraum von zwölf Monaten erfolgen, hieß es. Kosten: 75 000 Euro. Alternativ bot das Fachbüro für 35 000 Euro eine „orientierende Messung“ über drei Monate an; die Daten würden dann mit den Werten der Landeshauptstadt München abgeglichen und böten gute, aber nicht den Regelwerken entsprechende Anhaltspunkte.

Den enormen Kostenunterschied (die Drei-Monats-Messung ist in der Relation wesentlich teurer) erklärte Bauamtsleiter Stefan Lauszat nun im Bauausschuss damit, dass für die Messstellen „große Übersee-Container aufgebaut werden müssen“. Deren Aufbau sei der preistreibende Faktor. Nach Einschätzung von Lauszat würde die kürzere Variante genügen: „Drei Monate Schadstoffmessung reichen für eine Erstbetrachtung aus. Sollten Grenzwerte überschritten sein, womit wir nicht rechnen, stünde sowieso das Landesamt für Umwelt vor der Tür.“

Unabhängig von der Messdauer legte der FDP-Fraktionsvorsitzende Bernard Maidment den Finger in die Wunde: „Was ist denn die Konsequenz? Diskutieren wir dann über ein Diesel-Fahrverbot in Unterhaching?“ Panzer verneinte. „Ein Problem wie in München sehe ich bei uns nicht.“ Aber: „Um die Frage der Schadstoffbelastung seriös beantworten zu können, brauchen wir belastbare Werte.“ Reicht dafür die Drei-Monats-Messung aus? „Jein“, sagte Lauszat. Die Referenzwerte würden aufs Jahr hochrechnet und mit denen von München abgeglichen, seien also nicht hundertprozentig genau. Da man im Unterhachinger Rathaus aber eine Grenzwertüberschreitung für vollkommen unwahrscheinlich hält, seien solche „Referenzwerte vollkommen ausreichend“.

Die CSU sah das anders. Florian Riegel monierte: „Wir sollten gleich gescheit messen und 40 000 Euro mehr investieren. Das gibt uns mehr fundierte Argumente, um ein Tempolimit auf den Autobahnen zu erwirken.“ Dieter Senninger (SPD) dagegen fand: „Lieber ein schnelles Ergebnis als noch ein Jahr zu warten.“ Dieser Ansicht schloss sich die Mehrheit an. Den genauen Messzeitraum für 2018 und die Standorte der Messstationen sollen nun die Fachleute bestimmen.

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