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Unter der Brücke der Münchner Straße sammelt sich das Regenwasser. Oft ist es so tief, dass Autofahrer auf die Gegenfahrbahn ausweichen müssen.

Behörde forscht noch nach der Ursache

Bei jedem Regen überflutet: Bauamt hat noch immer keine Lösung für die Münchner Straße

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Auch wenn die Sonne scheint, stehen die Schilder schon da. Denn es könnte ja regnen – und spätestens dann heißt es: „Fahrbahn überflutet“. Die Problemzone befindet sich in Unterhaching, unter der Eisenbahnunterführung in der Münchner Straße.

Unterhaching– Dort reicht ein kräftiger Regenguss von einigen Minuten, und schon steht die Fahrbahn auf der Nordseite unter Wasser. Mit der Folge, dass Autos entweder geländemäßig durchbrettern und für riesige Spritzer sorgen. Oder sie weichen auf die Gegenfahrbahn aus, was natürlich die Gefahr von Kollisionen erhöht.

„Die Sickerschächte sind nicht so aufnahmefähig, wie die Straßengeometrie es verlangt“, sagt Rathaus-Sprecher Simon Hötzl auf Nachfrage des Münchner Merkur. Da es sich mit der M22 um eine Kreisstraße handelt, ist das Staatliche Bauamt Freising zuständig – dort hat die Gemeinde schon mehrfach um Abhilfe gebeten.

Ganz so einfach ist das aber nicht, wie Stefan Rinderer erläutert, der in der Behörde den Betriebsdienst für Bundes-, Staats- und Kreisstraßen im Landkreis München verantwortet. „Wir kennen das Problem“, versichert Rinderer. Derzeit würde man noch an der Ursache der regelmäßigen Überflutungen forschen.

Es gebe zwei Szenarien, erläutert der Experte. Erstens: Die Sickerschächte seien, wie von der Gemeinde vermutet, zu klein und müssten mit einer aufwändigen Baumaßnahme vergrößert werden. Die zweite Möglichkeit, die vom Staatlichen Bauamt als wahrscheinlicher eingestuft wird: Das Gros der Wassermassen gelange über die seitlichen, teils mit Pflastersteinen versiegelten Böschungen auf die Münchner Straße.

„Wir klären gerade, welche der beiden Varianten passt“, sagt Rinderer. „Bei Variante eins müssten wir die Fahrbahn aufreißen und diese wichtige Durchgangsstraße wochenlang komplett sperren.“ Dagegen sei es bei Variante zwei möglicherweise nur erforderlich, seitliche Wasserabfangvorrichtungen im Böschungsbereich zu bauen. So oder so: „Es geht um die Verkehrssicherheit. Deshalb wollen wir so schnell wie möglich eine Lösung finden.“ 

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