Die Diskussion um den praktischen Verkehrsunterricht im Landkreis München reißt nicht ab. Jetzt hat die erste Schule nach der Kritik von Eltern eingelenkt und macht zumindest noch eine Übungseinheit möglich.
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So manche Vierklässler bekommen bis zum Schuljahresende nun doch noch praktische Übungsstunden mit der Polizei.

Nach Elternkritik

Jetzt doch: Fahrrad-Schüler bekommen Praxisstunde

  • Stefan Weinzierl
    vonStefan Weinzierl
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Die Diskussion um den praktischen Verkehrsunterricht im Landkreis München reißt nicht ab. Jetzt hat die erste Schule nach der Kritik von Eltern eingelenkt und macht zumindest noch eine Übungseinheit möglich.

Landkreis – Die Grund- und Mittelschule am Sportpark in Unterhaching wird entgegen ihrer ursprünglichen Planung den Viertklässlern nun doch ein 45-minütiges praktisches Fahrradtraining mit der Polizei als Ersatz für die ausgefallene praktische Verkehrserziehung ermöglichen. Das hat Schulleiterin Christa Grasl in einem Elternbrief angekündigt. Zuvor hatte es wohl Kritik von Eltern am Wegfall der Praxis-Stunden gegeben. Auch an anderen Landkreis-Schulen rumort es.

Wie berichtet, hatte das Bayerische Kultusministerin erst die praktische Verkehrserziehung aus Infektionsschutzgründen ausgesetzt, wenige Wochen später aber grünes Licht für die Fortführung der Übungseinheiten gegeben. Trotzdem kündigten einige Schulen im Landkreis an, auf die Praxisstunden mit der Polizei verzichten zu wollen. Als Grund führten Schulleitungen zum Beispiel den erheblichen Mehraufwand durch das dafür benötigte Hygienekonzept an. Außerdem müsse – bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie – der Schulstoff der Kernfächer nachgeholt und gefestigt werden, um einen reibungslosen Übergang der Schüler an die weiterführenden Schüler zu ermöglichen, hieß es. Dies habe Priorität.

Das haben einige Eltern wohl anders gesehen und Kritik an der Entscheidung geübt. An der Grund- und Mittelschule am Sportpark in Unterhaching sollte das Thema aus diesem Grund im Rahmen einer Elternbeiratssitzung diese Woche zur Sprache kommen. Womöglich hat sich die Diskussion durch den Vorstoß der Schulleitung nun erledigt.

Angesprochen wurde die Problematik auch in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Ein Vater kritisierte, dass die praktische Verkehrserziehung an der Erich-Kästner-Schule nicht stattfinde. „Das ist unverantwortlich“, befand er.

Die Bürgermeisterin von Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Mindy Konwitschny (SPD) verwies in diesem Punkt auf die Verantwortung der Polizei für den praktischen Verkehrsunterricht. Gleichzeitig versprach sie dem Vater, noch einmal genau nachzuhaken, warum der Verkehrsunterricht nicht stattfindet.

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