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Einen naturnahen Badesee mit Gastronomie wünscht sich die Unterhachinger CSU für den Landschaftspark Hachinger Tal. Es hagelt Kritik an dem Vorschlag.

Konkurrenz zum Freibad befürchtet

Zoff um Badesee im Landschaftspark Hachinger Tal

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Nette Idee, ernsthafte Überlegung oder reines Wahlkampfthema? Am Vorschlag der CSU-Bürgermeisterkandidaten aus Unterhaching und Neubiberg, im Landschaftspark einen Badesee zu errichten, scheiden sich die Geister.

Unterhaching– Die Bedenken auf den CSU-Antrag im Juli folgten prompt. Er könne in letzter Konsequenz sogar zur Schließung des überregional beliebten Unterhachinger Freibads führen, unkten SPD und Grüne. Die Vision der CSU: also kommunalpolitisch kontraproduktiv?

Gegen diesen Vorwurf wehrt sich jetzt die Unterhachinger CSU-Bürgermeisterkandidatin Renate Fichtinger. Unter dem Titel „Landschaftspark Hachinger Tal – quo vadis?“ preist sie die von ihr angeregten „neuen Nutzungsideen“ und kämpft weiterhin für einen „naturnahen Badesee oder Schwimmteich“, der darüber hinaus „als Lebensraum für Tiere und Pflanzen“ sowie „zum Erhalt eines gesunden Klimas unersetzlich“ sei.

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Trotz aller Kritik wünscht sich Fichtinger jetzt eine „offene Diskussion“ über ihre Vision von einer „grundwassergespeisten Wasserfläche“ inklusive eines „gastronomischen Angebots“. Es gelte, den „Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen“.

Neben der noch gar nicht geklärten Grundsatzfrage, ob solch ein Badesee in puncto Grundwasser überhaupt realisierbar wäre, fliegen der CSU weitere Kritikpunkte entgegen. Unter anderen, dass der bis dato autofreie Landschaftspark plötzlich verkehrsmäßig umgeplant werden müsste.

„Mit mir als Bürgermeisterin und der Unterhachinger CSU wird es keine Schließung des Unterhachinger Freibads geben“, sagt CSU-Kandidatin Renate Fichtinger.

„Es macht mich traurig, wenn ein offener, konstruktiver, demokratischer Diskussionsansatz wie dieser sowohl von SPD als auch den Grünen zur Heraufbeschwörung von Ängsten durch die Verbreitung falscher Gerüchte genutzt wird“, hält Renate Fichtinger dagegen. Man könne „geradezu von Diffamierung sprechen, wenn die Aufwertung unseres Landschaftsparks mit der Schließung des Freibads in Verbindung gebracht wird“. Die Kandidatin stellt klar: „Mit mir als Bürgermeisterin und der Unterhachinger CSU wird es keine Schließung des Unterhachinger Freibads geben.“

„Befremdliche Diskussion“

Kritik übt Renate Fichtinger auch an „der Auffassung der Grünen, dass einfach nichts zu tun der beste Naturschutz sei“. Das sei „nicht zukunftsgerecht“. Unterhaching müsse „der wachsenden Bürgerschaft und ihren Bedürfnissen gerecht werden“. Mit dem Radl zum Badesee im Landschaftspark, statt mit dem Auto zum Ammersee – so stellt sie sich das vor. Sie wünsche sich „moderne, innovative und ökologische Ansätze, welche Unterhaching noch lebens- und liebenswerter machen“. Insofern schätzt sie Diskussion um eine Weiterentwicklung des Landschaftsparks ein als „bezeichnend für die derzeitige Verhinderungspolitik in Unterhaching“ und wertet sie als „befremdlich“. Es deutet sich an: Das Thema wird weiterköcheln. 

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