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Präsentieren das Modell fürs neue Gemeindezentrum: (v.l.) Pfarrerin Christiane Ballhorn, Ilsabeth Baumann aus dem Kirchenvorstand und Architekt Martin Goldbrunner.

Heilandskirche

Neues Gemeindezentrum soll Ort zum Verweilen werden

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Bei einer Infoveranstaltung wurden den Bürgern jetzt die Pläne für das neue Gemeindezentrum der evangelischen Heilandskirche vorgestellt. Neben zwei neuen Gebäuden soll es auch einen Hof und einen Brunnen geben. 

Unterhaching – Ganz zum Ende der Informationsveranstaltung, kommen doch noch einige Widerworte – aber nicht von Anwohnern. Der Spatenstich fürs neue Gemeindezentrum der evangelischen Heilandskirche wird im Frühjahr nächsten Jahres sein, sagt Architekt Martin Goldbrunner. Worauf Projektleiterin Anett Mayer vom Kirchengemeindeamt München umgehend korrigiert: „Der Spatenstich soll nächstes Jahr im Frühjahr sein.“ Man weiß ja nie.

Abgesehen davon stoßen die Pläne, die die Kirche an diesem Abend den rund 60 Besuchern präsentiert, aber größtenteils auf Zustimmung. Wie berichtet, soll rund um das Gotteshaus in der Liebigstraße ein neues Gemeindezentrum errichtet werden – samt Gemeindesaal, Pfarramt, Pfarrwohnung und zwei Mietwohnungen. Zu den Baukosten könne sie sich im Detail noch nicht äußern, sagt Pfarrerin Christiane Ballhaus. Dem Vernehmen nach soll der Neubau jedoch rund vier Millionen Euro kosten.

Geplant ist, den Nordflügel des bestehenden Gebäudes abzureißen. Dafür sollen im Norden und Westen des Areals zwei Baukörper in Holzbauweise errichtet werden, sodass ein Innenhof entsteht, in dessen Zentrum ein Brunnen und ein Baum vorgesehen sind. Zudem könne man sich hier laut Architekt Goldbrunner auch sonnen und unterhalten – und bei Gemeindefesten Bierbänke aufstellen.

Goldbrunners Büro hatte voriges Jahr bei einem Architektenwettbewerb den ersten Platz belegt. Sein Entwurf habe besonders darauf geachtet, „dass die Kirche weiter im Zentrum steht“. So sollen die Neubauten „sehr bescheiden wirken“, sagt Goldbrunner. Zudem habe er sich bemüht, „so viele Bäume wie möglich zu erhalten“.

Dies ist größtenteils gelungen – außer im Norden des Geländes, wo mehrere Bäume für Parkplätze weichen müssen. Zu den bisherigen fünf Stellplätzen an der Liebigstraße sollen sich fünf weitere gesellen, auf der anderen Seite des neuen Haupteingangs.

Das Thema Verkehr beschäftigt auch eine Nachbarin. Sie fordert erst die Verlegung der Parkplätze auf die andere Seite des Areals, ehe sie später dafür plädiert, die Liebigstraße in eine Einbahnstraße umzuwandeln – zwei Vorschläge, die im Publikum kaum Anklang finden. Vielmehr gibt es überwiegend lobende Worte für die Pläne der Kirchengemeinde, wobei Anett Mayer gesteht: „Es wird eine Baustelle, und es werden danach mehr Menschen hierher kommen – das ist so.“

Im Juli will die Kirche ihren Bauantrag bei der Gemeinde einreichen. Im Herbst sollen die Fällarbeiten beginnen, ehe im Frühjahr 2018 der Spatenstich ansteht. Geplant ist eine Bauzeit von rund einem Jahr. Dann wäre das Gemeindezentrum im Frühjahr 2019 bezugsbereit.

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