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Haben ein Herz für die Obdachlosen: (v.l.) Anna Höcherl (9a), Annika Aumüller (Q11), Frater Prior Emmanuel Rotter, Theresa Billeriß (9a) und Caroline Süßbrich (9a).

Lise-Meitner-Gymnasium spendet 200 Päckchen für Obdachlose

Die Not vor der Haustür

Unterhaching – Weihnachten, steht vor der Tür. Viele haben allerdings nicht das Glück, zuhause bei ihren Liebsten zu feiern. Obdachlose müssen mit der Kälte und ums Überleben kämpfen. So hatte der „Arbeitskreis Sozial“ des Lise-Meitner-Gymnasiums Unterhaching die Idee, an einer Weihnachtspäckchenaktion für die Obdachlosen teilzunehmen.

Vorne dran bei der Benefizaktion waren Annie Adeney (10a), Caroline Süßbrich, Theresa Billeriß, Anna Höcherl (alle drei 9a) und Marie Heinen (Q11). Die Leitung hatte Schülersprecherin Annika Aumüller (Q11). Die Helfer werden von der Abtei St. Bonifaz unterstützt.

Es wurden rund 200 Päckchen gepackt, die ganze Schulfamilie beteiligte sich: sowohl ganze Klassen als auch einzelne Schüler und Lehrer. In die Päckchen für die Obdachlosen kamen warme Kleidung wie Handschuhe, eine Mütze und ein Schal, Pflegeartikel wie Zahnbürste, Zahncreme, Duschgel und Shampoo, für Männer Rasierzeug und für Frauen Hygieneartikel und, da es als Weihnachtsgeschenk dient, etwas Weihnachtliches wie Schoko-Nikoläuse oder Plätzchen.

Frater Prior Emmanuel Rotter, der Verantwortliche für die Obdachlosenhilfe von St. Bonifaz, stellte jetzt im Rahmen eines Vortrags den Schülern der achten Jahrgangsstufe seine Arbeit in der Obdachlosenhilfe vor. Die Mitglieder des Arbeitskreises führen durch die Veranstaltung. Am Lise-Meitner-Gymnasium ist es nicht das erste Mal, dass Frater Prior Emmanuel Rotter auf die Situation der Obdachlosen des Klosters hinweist.

Bereits Ende der 1990er Jahre hatte der Mönch die Schüler über seine Arbeit informiert. Diesmal erzählte er von seinem Lebensweg und seiner Arbeit. Frater Emmanuel hat sein Engagement für die Hilfe für Münchner Obdachlose aus allen Altersgruppen erst gestartet, als das Almosengeben an der Klosterpforte nicht mehr ausreichte. So entschloss er sich mit einem Mitbruder, die Obdachlosenhilfe zu verstärken. Inzwischen gibt es eine Essensausgabe, eine Arztpraxis, eine Kleiderkammer und einen Aufenthaltsraum. Nach einem Film über die Benediktinerabtei durften die Schüler dem Geistlichen Fragen stellen zum Umgang mit Obdachlosen sowie zur Arbeit in diesem Bereich. Zum Schluss überreichte der „Arbeitskreis Sozial“ symbolisch Weihnachtspäckchen an den Frater. (mm)

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