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Direkt an die Unterhachinger Gemeindegrenze will Taufkirchen bauen und auf seiner Seite das Trenngrün (rot markiert) als Bauland ausweisen. Unterhaching indes pocht auf den Erhalt des beiderseitigen Trenngrüns. 

Streit ums Trenngrün an Grenze zu Taufkirchen

Unterhaching will keinen Siedlungsbrei

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Raus aus dem einen Ort und rein in den nächsten, ohne es zu merken: Im dicht besiedelten Ballungsraum München kann das rasch passieren. Sollte es aber nicht. Der Regionalplan sieht an Gemeindegrenzen nämlich ein sogenanntes Trenngrün vor. Dass Taufkirchen daran rüttelt, passt dem Nachbarn Unterhaching gar nicht.

Unterhaching/Taufkirchen– An der Tegernseer Landstraße verläuft die Gemeindegrenze zwischen Unterhaching im Norden und Taufkirchen im Süden. Unmittelbar westlich vom Kreisverkehr bei Oberweg und Dorfstraße will die Gemeinde Taufkirchen nun ein 2328 Quadratmeter großes Areal, bislang als private Grünfläche ausgewiesen, zum Wohngebiet machen. Gegen diese Pläne protestiert die Gemeinde Unterhaching mit deutlich hörbarem Ärger.

Im Unterhachinger Bauausschuss erläuterte Stefan Lauszat, Leiter des Bauamts, den Sinn des Trenngrüns: „Damit soll ein Siedlungsbrei vermieden werden.“ Die Taufkirchner Pläne widersprächen dem Landesentwicklungsprogramm und dem Regionalplan.

Hinzu kommt der „Umgangston“: Seitens der Taufkirchner gab es keine Vorab-Information. „Wenn man dem Nachbarn direkt vor die Tür bauen will, ist es Usus, dass man vorher darüber spricht. Das haben wir vermisst“, sagte Lauszat. Taufkirchen spart sich das Trenngrün, Unterhaching hält sich daran? „das finden wir nicht so sympathisch.“

Ein weiterer Aspekt: Der Straßenverkehr der neuen Anwohner in spe in Richtung München würde vor allem über Unterhachinger Straßen abgewickelt. „Leider fehlen in den Unterlagen Aussagen darüber, wie diesem Standortnachteil für Unterhaching begegnet werden kann“, moniert Lauszat.

Gegen die Bauleitplanung der Gemeinde Taufkirchen teilt Unterhaching nun seine Einwände mit: dass sie dem Regionalplan widerspreche und dass keine interkommunale Zusammenarbeit stattgefunden habe. „Das ist wirklich nicht optimal, was die Taufkirchner da vorhaben“, drückte Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD) es moderat aus.

Deutlichere Worte fand der CSU-Fraktionsvorsitzende Richard Raiser. „Die Pläne sind ärgerlich, die Vorgehensweise eine Frechheit“, schimpfte er. Unterhaching müsse hart bleiben und „zeigen, dass wir uns nicht alles gefallen lassen.“

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