die Unterhachinger Flüchtlingsunterkunft.
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Wird größer: die Unterhachinger Flüchtlingsunterkunft.

Gebäude an der Hachinger Haid wird erweitert – Platz für weitere 100 Bewohner

Unterhachinger Flüchtlingsunterkunft wird deutlich größer

  • Martin Becker
    VonMartin Becker
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Seit Januar 2015 ist die Flüchtlingsunterkunft in Unterhaching in Betrieb, jetzt soll die vom Landkreis München betriebene Einrichtung erweitert werden.

Laut Rathaus-Sprecher Simon Hötzl ist geplant ist, Platz für weitere 100 Bewohner zu schaffen. An der Hachinger Haid, nahe des Landschaftsparks, sind bislang 75 Asylbewerber untergebracht. Mehr als eine Verdoppelung der momentanen Kapazität also: In Unterhaching sollen die kommunalpolitischen Gremien diese Woche die planungsrechtlichen Grundlagen schaffen; jeweils um 18 Uhr im Kubiz tagen an diesem Dienstag der Bauausschuss und am Donnerstag der Finanzausschuss.

Unmut der Anwohner hat sich gelegt

Völlig unumstritten ist das Vorhaben nicht. Schon vor der Eröffnung 2015 gab es „einen relativ heißen Tanz“, erinnert sich Simon Hötzl. „Es gab viel Unmut bei Anwohnern, inzwischen hat sich das gelegt.“ Vorgesehen ist jetzt, den hinteren Teil des Grundstücks – also in Richtung Kapellenstraße – zu bebauen. Aufgrund der Modulbauweise „verbaut die Gemeinde sich planungsrechtlich nichts“, betont der Rathaus-Sprecher.

Die Flüchtlingsunterkunft sei „als temporäre Einrichtung für einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren“ ausgelegt. Der Planungsentwurf, über den die Kommunalpolitiker nun zu befinden haben, fällt sogar kleiner aus als der ursprüngliche Vorschlag des Landratsamts. „Eine zu große Unterkunft würde unsere Helferstruktur überfordern“, sagt Simon Hötzl. Der überarbeitete Entwurf falle „in puncto Kubatur deutlich geringer aus“ und sei letztlich „ein Kompromiss zwischen dem, was das Landratsamt sich wünscht, und dem, was wir als Gemeinde uns vorstellen können“.

Keine Chance auf dem Wohnungsmarkt

Laut Claudia Köhler, Landtagsabgeordnete und Gemeinderätin der Grünen, geht es bei der Erweiterung vor allem darum, erschwinglichen Wohnraum für schon anerkannte Asylbewerber zu schaffen. „Wir haben derzeit in der Unterhachinger Unterkunft drei Familien und eine alleinerziehende Mutter mit je drei Kindern. Gerade für die größeren Familien ist es extrem schwierig, woanders passende Wohnmöglichkeiten zu finden. Die Familien sind aber inzwischen gut integriert in Unterhaching und sollten auch hier weiterhin wohnen können.“ Die Grünen wollen deshalb darauf drängen, bei der Erweiterung darauf zu achten, dass das Platzangebot familiengerecht ist.

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