Kinder sind die Leidtragenden: Sie müssen draußen bleiben, weil der Skaterpark wegen Vandalismus gesperrt wurde, was die Polizei am Sonntagnachmittag immer wieder kontrolliert hat.
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Kinder sind die Leidtragenden: Sie müssen draußen bleiben, weil der Skaterpark wegen Vandalismus gesperrt wurde, was die Polizei am Sonntagnachmittag immer wieder kontrolliert hat.

Skater-Anlage erneut gesperrt

Vandalen wüten im Landschaftspark - Polizei fährt verstärkt Streife

  • Martin Becker
    vonMartin Becker
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Ein Meer aus Glasscherben war der Grund, warum die Skateranlage im Landschaftspark zwischen Unterhaching und Neubiberg am Sonntag zum wiederholten Mal gesperrt werden musste. Die Polizei hat die Einhaltung der Sperre kontrolliert. Nach den jüngsten Vandalismus-Exzessen fragen sich die Gemeinden Unterhaching, Neubiberg und Ottobrunn, die gemeinsam die Skateranlage betreiben: Wie soll es weitergehen?

Unterhaching/Neubiberg/Ottobrunn - Das allwöchentliche Procedere sieht so aus: Von Montag bis Samstag reinigt der Verein „Ramadama“ aus Unterhaching die Anlage, macht den Dreck weg. Sonntags indes haben die Scherben-Aufkehrer einen verdienten Ruhetag. Und deshalb, inzwischen auf Rufbereitschaft stehend, kontrolliert Sonntagfrüh der der Baubetriebshof Unterhaching die Lage. DFessen Leiter Klaus Tränkler kam am nicht umhin, diesmal das Areal wegen Vandalismus offiziell zu sperren. Das Dixie-Klo gewaltsam aus der Verankerung gerissen – okay, es gäbe eine zweite Toilette. Aber unzählige Glasscherben, durch Zerdeppern von Alkoholbehältern verursacht, sowie gewaltsame Beschädigungen an den Skater-Rampen ließen ihm keine Wahl: Er musste die Anlage, Schönwettersonntag hin oder her, sperren. Denn jeder, insbesondere kleine Kinder, hätte sich schwer verletzen können.

Polizei fährt regelmäßig Streife, Wachdienst patrouilliert nachts

„Das grundlegende Prinzip des Anstands und des sozialen Miteinanders wird hier leider eklatant verletzt“, sagt der Unterhachinger Rathaus-Sprecher Simon Hötzl. Die Polizei fahre regelmäßig Streife, ein Wachdienst patrouilliere auch nachts. „Aber anscheinend gibt es blinde Flecken.“ Wie also lassen sich die Probleme lösen? Aus kommunaler Sicht sind Unterhaching, Neubiberg und Ottobrunn gemeinsam verantwortlich – die drei Bürgermeister müssen ihr Vorgehen strategisch abstimmen. „Wir kommen an einen Punkt, an dem man sich etwas anderes überlegen muss“, sagt der Unterhachinger Rathaus-Sprecher.

Dreck und vor allem Scherben in jeder Ecke des Skaterparks stellen einen hohes Verletzungsrisiko dar.

Absperrung des Areals im Gespräch

Die Polizei sagte auf Nachfrage des Münchner Merkur, dass sie „nicht viel mehr als verstärkte Streifenfahrten“ machen könne – just die Lücken werden aber offenbar von Vandalen genutzt. Für den Lückenschluss im Gespräch sind nun Absperrung des Areals mittels hoher Zäune und abschließbare Tore, ähnlich wie bei Tennisanlagen, oder eine Flutlichtanlage zur Abschreckung lichtscheuer Gestalten. Was das Müllproblem angeht: Aktuell gibt es keinerlei Abfalleimer, was mit ein Grund für die Vermüllung im Landschaftspark ist – auch dieses Thema steht auf der Agenda der Kommunalpolitiker.

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