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Hachings Volleyballer: „Uns bleibt nur die Rolle des Underdogs“

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Von: Umberto Savignano

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„Kein Grund, von Beginn an die weiße Fahne zu hissen“: TSV-Trainer Bogdan Tanase sieht den Tabellendritten Düren zwar als „haushohen Favoriten“, erwartet von seinen Volleyballern aber maximalen Widerstand.
„Kein Grund, von Beginn an die weiße Fahne zu hissen“: TSV-Trainer Bogdan Tanase sieht den Tabellendritten Düren zwar als „haushohen Favoriten“, erwartet von seinen Volleyballern aber maximalen Widerstand. © Robert Brouczek

Sie sind Außenseiter, aber angriffslustig: In der Volleyball-Bundesliga empfängt der TSV Haching München in Unterhaching die als Endspiel-Anwärter geltenden Powervolleys Düren.

Unterhaching – Die Erinnerung ans Hinspiel könnte Mut machen: Ausgerechnet bei den als Endspiel-Anwärter geltenden Powervolleys Düren hatten die Volleyballer des TSV Haching München im zweiten Saisonspiel einen bärenstarken Auftritt hingelegt. Die knappe 2:3-Niederlage bescherte einen Punkt für die Tabelle. Doch bei diesem einen Zähler ist es bisher geblieben.Und am Samstag (19 Uhr) empfangen die Hachinger die mittlerweile auf Rang drei geführten Dürener bereits zum Rückspiel in der Bayernwerk Sportarena.

Eine Saisonhälfte ist für den TSV nach nur sechs Wochen fast vorüber (das Vorrundenspiel in Herrsching steigt erst am kommenden Freitag), und das junge Team ist, wie erwartet, weiterhin auf die Rolle des krassen Außenseiters festgelegt. Auch wenn die Hachinger in einzelnen Durchgängen, wie etwa beim 23:25 gegen die auch der etablierten Konkurrenz weit überlegenen Berliner oder beim deutlichen 25:18-Satzgewinn beim 1:3 gegen die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen ihr Talent unter Beweis stellten, bleibt die Lücke zum Rest des Feldes unübersehbar. Und es wäre eine Riesenüberraschung, wenn der TSV das anstehende Duell mit den Westdeutschen ähnlich knapp gestalten könnte wie das vor rund einem Monat. „Da haben wir gezeigt, was in uns steckt. Die Dürener hatten uns sicher etwas unterschätzt, das werden sie jetzt nicht mehr tun“, weiß Bogdan Tanase. „Sie sind in Topform und haushoher Favorit. Uns bleibt nur die Rolle des Underdogs.“

Für den TSV-Coach ist das aber „kein Grund, von Beginn an die weiße Fahne zu hissen. Wir nehmen die Herausforderung mutig an.“ Diese Herausforderung schien in den vergangenen Tagen angesichts der personellen Probleme sogar noch zu wachsen: Am Mittwoch beim 0:3 in Frankfurt fehlten die Brüder Jonas und Benedikt Sagstetter sowie Niklas Brandt wegen Krankheit. Zudem musste Patrick Rupprecht bei den Hessen vom Feld, nachdem er umgeknickt war, Eric Paduretu bekam bei einem Zusammenprall mit seinem Mitspieler Leonard Graven ebenfalls etwas ab, konnte aber weitermachen. Doch für Samstag vermeldet TSV-Sportdirektor Mihai Paduretu: „Alle sind fit.“

Dass Düren seinerseits vor einer Woche beim 0:3 gegen Berlin auf einige Akteure verzichten musste, ändert nichts an der Rollenverteilung. Auch wenn Paduretu trotz des Stillstands auf dem Punktekonto durchaus eine Entwicklung im jungen TSV-Team sieht: „Anders als in der vergangenen Saison spielen die meisten Mannschaften mit der Stammformation gegen uns. Der Unterschied ist noch da, er ist aber etwas kleiner geworden. Die Jungs haben sich schon verbessert.“

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