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Ausblick auf Unterhaching 2021: Vom Sprungturm bis zum Kinderhaus

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Von: Martin Becker

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Sprungturm in Freibad Unterhaching
Viele kommen wegen der Sprungtürme ins Unterhachinger Freibad - die müssen nun saniert werden. © Robert Brouczek

Mehrere große Bauprojekte, eine trotz der Corona-Pandemie vorerst stabile Finanzlage, aber Ungewissheit bei Jubiläumsfeiern: Die Gemeinde Unterhaching steht vor einem spannenden Jahr 2021. Ein Überblick.

Haushalt

Das Corona-Jahr 2020 hat sich auf die Gemeindefinanzen kaum ausgewirkt, erläutert Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD) dem Münchner Merkur: „Wir zählen zu den Kommunen, die keine staatlichen Hilfen erhalten, und werden ohne echte Schwierigkeiten auch durch 2021 kommen.“ Vielmehr sei „2022 das Jahr, auf das es eigentlich ankommt“. In die Haushaltsberatungen im Februar dürfte insofern eine Portion Vorsicht einfließen.

Kinderhaus plus

Das gut 16 Millionen Euro teure Projekt am Oberweg soll im Sommer fertig sein und im September in Betrieb gehen. Den Kindergarten (vier Gruppen) betreibt die Gemeinde selbst, für die Krippe (ebenfalls vier Gruppen) wird ein Träger gesucht. „Qualität hat Vorrang“, sagt Panzer mit Blick auf die Ausschreibung. Sechs zusätzliche Stellen für Erzieher(innen) sind geschaffen und müssen besetzt werden.

Grund- und Mittelschule

Zwölf neue Klassenräume plus Platz für die Mittagsbetreuung sind nötig, für die Erweiterung der Schule am Sportpark bis April 2023 hat die Gemeinde 7,7 Millionen Euro veranschlagt. Im Januar/Februar 2021 kommt es zu Workshops mit Architekt und Projektsteuerer, um eine nachhaltig-ökologische Materialauswahl zu treffen.

Kindergarten „Löwenzahn“

Fast 70 Jahre alt ist der Gemeindekindergarten an der Robert-Koch-Straße, von „Sternschnuppe“ in „Löwenzahn“ umbenannt – doch das Gebäude ächzt unter jahrzehntelangem Verschleiß. „Neubau oder Sanierung?“, fragt Panzer. Es gelte, 2021 die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Baubetriebshof

Schneeräumen, Grünanlagenpflege, Erhalt kommunaler Liegenschaften: Damit der Baubetriebshof weiterhin gut funktioniert, benötigt er eine zusätzliche Halle. Darüber hinaus soll am Friedhof ein „zweites Standbein“ etabliert werden, so Panzer.

Blaulicht

Bei der Polizeiinspektion 31 in der Ottobrunner Straße ist ein Anbau ans Gebäude geplant. Die BRK-Wache wird durch einen Umbau im Haus an der Münchner Straße erweitert und modernen Erfordernissen angepasst.

Freibad

Über die Ortsgrenzen hinaus ist das Unterhachinger Freibad unter anderem deshalb beliebt, weil es – neben der Anlage im Münchner Olympiapark – über den einzigen Zehn-Meter-Sprungturm der Region verfügt. Nach rund 30 Jahren sind die Sprungtürme allerdings reif für eine Sanierung. „Dieses Projekt wird sich über mehrere Jahre hinziehen“, sagt Panzer.

Bahnhof

Vier Buslinien treffen sich am Bahnhof, bei einer Taktverdichtung erhöht sich das Aufkommen – neben Radfahrern, Fußgängern und Pkw-Verkehr. Die Grünen hätten hier gern eine Fahrradstraße, der Bürgermeister bezweifelt, ob dies eine pragmatische Lösung wäre. Fakt ist, der Bereich am Bahnhof muss neu strukturiert werden, auch im Sinne der Barrierefreiheit der Busse.

Hundemeile

Die 2008 eröffnete Hundemeile im Landschaftspark soll nach aktuellem Stand verbreitert und zugleich mit einem 1,6 Kilometer langen Zaun von den Biotopflächen im Landschaftspark abgetrennt werden. Gegen diese Pläne regte sich Widerstand, der Zaun-Beschluss steht nun wieder zur Disposition. Schon in der Januar-Sitzung will der Gemeinderat „den besten Kompromiss für alle finden“, sagt der Bürgermeister. Allerdings fürchtet er, man habe mit der emotionalen Diskussion bis hin zu einer Bürgerinitiative bei den Naturschutzbehörden „schlafende Hunde geweckt“.

Feuerwehr

Im Mai 2020 wollte die Freiwillige Feuerwehr Unterhaching ihr 150-jähriges Bestehen feiern, wegen Corona fiel das viertägige Programm aus. Der Plan war, die Jubiläumsfeier auf Mai 2021 zu verschieben. Zu unsicher, heißt es nun – im Mai 2022 soll die 150-Jahr-Feier nachgeholt werden. „Das ist schade, denn die Feuerwehr lebt von der Kameradschaft – neben der hervorragenden Arbeit fehlt ein bisschen das Vergnügen“, sagt Panzer.

Trachtenverein

100 Jahre alt wird heuer der Trachtenverein „D‘Hachingertaler“. Das Jubiläum soll groß beim Bürgerfest gefeiert werden – sofern dieses nicht, wie 2020, abermals ausfällt.

Rathaus

Ein Urgestein der Rathausverwaltung ist Thomas Portenlänger, Leiter des Referats 1 (Bürgerservice). Nach Jahrzehnten im Dienst der Gemeinde wird er Ende 2022 in den Ruhestand gehen – und heuer, im Zuge von Altersteilzeit, schon ein bisschen kürzer treten.

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