Mit einem weiteren Zaun würde sich die Hundemeile in einen schlauchartigen Korridor verwandeln.
+
Mit einem weiteren Zaun würde sich die Hundemeile in einen schlauchartigen Korridor verwandeln.

SPD und FW gegen Plan, Hundemeile mit Zaun vom Landschaftspark abzugrenzen

Doch kein Zaun an der Hundemeile?

  • Martin Becker
    vonMartin Becker
    schließen

Ein Zaun oder kein Zaun? Eigentlich hatte Unterhaching beschlossen, die Hundemeile vom Landschaftspark Hachinger Tal abzugrenzen. Jetzt regt sich Widerstand - in den sozialen Medien und von SPD und FW.

Unterhaching/Neubiberg – Das Thema Hundemeile und deren Umgestaltung im Landschaftspark Hachinger Tal zwischen Unterhaching und Neubiberg schlägt weiterhin hohe Wellen. In mehreren Facebookgruppen wird kontrovers diskutiert über den Unterhachinger Beschluss des Ferienausschusses vom 12. August, die Hundemeile einerseits von fünf auf zehn Meter zu verbreitern, sie dann aber mit einem Zaun von den gesetzlich geschützten Biotopgebieten im Landschaftspark abzugrenzen. Nun fordern SDP und Freie Wähler, diese Pläne aufzugeben und den derzeitigen Zustand – fünf Meter breite Hundemeile ohne Zaun – beizubehalten.

„Spaltung der Bevölkerung“

In der Sitzung des Gemeinderats befürchtete der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Wöstenbrink sogar „eine Spaltung der Bevölkerung“: Auf der einen Seite die Hundebesitzer, die sich über die Zaun-Idee aufregen und sogar eine Bürgerinitiative gestartet haben; und auf der anderen Seite Jogger oder Radfahrer, die über bis zur alten Landebahn sausende Hunde klagen und in dem Zaun eine willkommene Barriere sähen.

Ein Zaun, der die Hundemeile in einen schlauchartigen Korridor verwandeln würde, entspricht nach Wöstenbrinks Auffassung allerdings nicht dem Grundgedanken des Landschaftsparks. Dieser sei einst vom 2015 verstorbenen Landschaftsarchitekten Hans Loidl „bewusst als weites, freies und offenes Gelände geplant und so auch von der Bevölkerung angenommen“ worden. Aber auch technisch müsse der Bau eines 1,6 Kilometer langen Zauns „äußerst kritisch gesehen“ werden: „Eine solche bauliche Maßnahme wäre mit komplizierten und kostspieligen Erdarbeiten verbunden, da der ehemalige Militärflughafen mit Kampfmitteln kontaminiert ist.“

Hundebesitzer wollen „artgerechte Hundemeile“.

Mit ihrem gemeinsamen Antrag, den Status quo zu erhalten, und den Beschluss für eine Einzäunung der Hundemeile zurückzunehmen, stoßen SPD und Freie Wähler vermutlich bei vielen Hundebesitzern auf Zustimmung. Das zeigen beispielsweise aktuelle Beiträge auf der Facebookseite der Bürgerinitiative „Artgerechte Hundemeile“ der Neubiberger Tierärztin Claudia Thielen, die dazu schreibt: „Wir werden versuchen, in den nächsten Wochen – rechtzeitig vor der Behandlung des Antrags im Unterhachinger Gemeinderat – mit allen Fraktionen zu sprechen, um für uns Hundehalterinnen und Hundehalter ein gutes Ergebnis zu erzielen.“

Aus der Gemeinde: Schwachstelle Internet: Unterhachinger Schulen für Digitalunterricht nur mäßig gerüstet.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare