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Diverse kleine Brücken gibt es am Hachinger Bach. Neubauten müssen unter anderem barrierefrei sein – und sind dem Gemeinderat zu teuer.

Bauausschuss entscheidet

Zu teuer: Kein Ersatz für alte Brücke über Hachinger Bach

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200 Jahre lang führte eine kleine Brücke über den Hachinger Bach, jetzt ist sie Geschichte. Ein Ersatz ist zu teuer. Auch, weil es Alternativen gibt.

Unterhaching – 95 000 Euro für eine Brücke, die fast keiner benutzt? Diese Diskrepanz erschien den Unterhachinger Kommunalpolitikern zu groß: Am Hachinger Bach wird es fortan eine Brücke weniger geben. Das hat der Bauausschuss einhellig entschieden.

Es geht um ein kleines Holzbrückerl, das bislang eine Verbindung zwischen der Bürgermeister-Prenn-Straße und der Hauptstraße (auf Höhe Hausnummer 73a) darstellte. An letztgenannter Adresse wird aktuell das Grundstück bebaut, zur Baugrubensicherung hat man eine Spundwand gesetzt und die vorhandene marode Ufermauer ersetzt.

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So weit, so gut. Aber: Der alte Holzsteg, der laut Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD) „einen Alterstod gestorben ist“, sollte nun wiederhergestellt werden. Das Wasserwirtschaftsamt hatte im Zuge der wasserrechtlichen Genehmigung einige Parameter vorgegeben: Unter anderem müsse die Brücke barrierefrei sein, zudem sei im Hochwasserfall zwischen Wasserspiegel und Brückenunterkante ein Mindestabstand von 50 Zentimetern erforderlich; „Freibord“ heißt das im Amtsjargon.

Kein Durchgang mehr: Am Ende dieses Durchschlupfs befand sich früher eine kleine Brücke. 

„Vor 200 Jahren war die Wegeführung eine andere als heute. Und Barrierefreiheit hat’s damals auch nicht gegeben“, merkte Panzer an. Um an der beengten Stelle diese Vorgaben zu erreichen, müssten 95 000 Euro in eine aufwändige Konstruktion investiert werden; hinzu kämen weitere Kosten für die Herstellung der Ufermauer. Panzer sagte: „Wir müssen uns fragen, ob wir uns das leisten wollen.“

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Nein, will die Gemeinde nicht. Zwar ist die Kommune verpflichtet, den Hachinger Bach „zugänglich“ zu machen, doch jeweils rund 50 Meter weiter nördlich und südlich existieren weitere Brücken. Harald Nottmeyer (SPD) sagte: „Das Kosten-Nutzen-Verhältnis steht in keinem Verhältnis. Dieses Geld können wir sinnvoller investieren.“ Zumal die Brücke laut Panzer sowieso nur „von drei oder vier Leuten benutzt wurde. Sonst kannte kein Mensch diesen versteckten Übergang“. 

Martin Becker

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