TSV Unterhaching schafft den Sprung in die Play offs

- Unterhaching - Nervenprobe bestanden, Ziel erreicht: Mit einem 3:2 (21:25, 25:22, 31:29, 19:25, 15:12) über den VC Markranstädt haben sich die Volleyballer des TSV Unterhaching vorzeitig die Play-off-Teilnahme gesichert. Bevor der Sieg feststand, spannten die Hachinger ihre Fans - gut 700 waren diesmal an den Utzweg gekommen - allerdings wieder einmal auf die Folter.<BR>

"Fünfsatzspiel ist für mich jetzt schon das Unwort des Jahres 2006", scherzte Patrick Schwaack nach der vierten Partie hintereinander, in der er und seine Nebenleute über die volle Distanz gehen mussten. Der Außenangreifer des TSV hatte zuvor selbst dafür gesorgt, dass es nach den 118 Minuten reiner Spielzeit für seine Mannschaft überhaupt etwas zu lachen gab. Alle entscheidenden Punkte für Unterhaching gingen nämlich auf das Konto des 24-Jährigen. Nachdem der TSV den lange Zeit ausgeglichenen ersten Satz am Ende wegen einiger Unkonzentriertheiten mit 21:25 abgegeben hatte, war es Schwaack, der im zweiten mit dem zweiten Satzball zum 25:22 ausglich. Auch im Finale des dritten Durchgangs, dem dramatischen Höhepunkt der Begegnung, behielt er im richtigen Moment den Überblick. Zunächst hatten die Hachinger zwei Satzbälle vergeben, danach die Gäste deren vier. Schließlich war wieder der TSV dran, der die dritte Chance noch nicht nutzen konnte. Dann aber kam Schwaack und setzte zwei Mal in Folge den Ball ins Markranstädter Feld, zum 30:29 und 31:29.<P>Obwohl dieser Durchgang letztlich an seine Mannschaft ging, ärgerte sich Hachings Trainer Mihai Paduretu auch nach der Partie noch über die seiner Ansicht nach unnötige Verlängerung dieses Spielabschnitts. "Wir hatten beim 24:22 schon die Riesenchance, und haben sie leichtfertig vergeben. So etwas darf nicht passieren. Nicht nur, dass wir den dritten Satz fast noch verloren hätten, wir haben Markranstädt dadurch ins Spiel zurückgebracht."<P>Und wie: Im vierten Durchgang ließen die Sachsen dem TSV keine Chance, erzwangen mit dem deutlichen 25:19 den Tie Break. Und für diesen erwies sich Tribünengast Ben Ibata, Hachings ehemaliger Mittelblocker, als echter Prophet. "Wir gewinnen 15:12", lautete seine Prognose, die sich exakt erfüllte - dank Patrick Schwaack: Der schlug den zweiten Matchball ganz überlegt ins Feld und gab die auf ihn ein prasselnden Komplimente bescheiden weiter: "Volleyball wird immer noch zu sechst gespielt." Das sieht auch Paduretu so, der sich freute, wie seine komplette Truppe das große Ziel Play offs doch noch erzwungen hatte: "Die Mannschaft hat den vierten Satz sehr gut weggesteckt."<P>Umberto Savignano TSV Unterhaching: Schwaack, Knezevic, Markkula, Mayer, Kolley, Kolev, G. Zeitler, Kunstek, Matthes<P>

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