Bürgermeister Zeitler ist gegen ein Mega-Gymnasium mit 1600 Schülern

Unterschleißheim - Aus der gewünschten Erweiterung ist ein Neubau geworden, der Umfang ein Kraftakt, auch finanziell. So fasste Bürgermeister Rolf Zeitler die Entscheidungen des Zweckverbands für das Carl-Orff-Gymnasium zusammen.

Von 1600 Schülern, wie Direktor Andreas Hautmann prognostizierte, wollte Zeitler nichts wissen.

Nach der Machbarkeitsstudie des Büros „Pfletscher und Steffan“, die Architekt Alexander Pfletscher vorstellte, wird für 10,5 Millionen Euro im Norden des Schulgeländes ein dreigeschossiger, unterkellerter Neubau entstehen. Mit zehn in ihren Größen veränderbaren Klassenzimmern, Hausmeisterwohnung, Technikraum und Lager. Insgesamt 1600 Quadratmeter mehr Fläche als bisher. Eine gläserne Brücke verbindet Neu- und Altbau. Dort werden Fachräume und Lehrerbereich vergrößert. Damit ist das Musterraumprogramm der Regierung von Oberbayern für prognostizierte 41 Klassen erfüllt.

Unruhe löste Verbands- und Kreisrätin Johanna Hagn (SPD) aus, als sie nach den prognostizierten Schülerzahlen fragte. „Bis zu 1600“ antwortet Schulleiter Andreas Hautmann und fügte hinzu: „Im Moment sind zu viele Schüler in zu kleinen Räumen untergebracht.“ Verbandsvorsitzender Rolf Zeitler widersprach sofort der hohen Schülerzahl: „Das ist nicht unsere Aufgabenstellung und war sie nie, für 1600 Schüler zu planen. Ziel sind maximal 1300 Schüler, eventuell noch 1400, dann ist es aber auch erledigt. Sonst brauchen wir ein weiteres Gymnasium.“

Mehr lesen Sie morgen in der Landkreis-Ausgabe des Münchner Merkur.

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