Schwarze Plagegeister: Besonders in Wohngebieten, wie hier in der Eschenstraße, haben sich die Krähen breit gemacht.
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Schwarze Plagegeister: Besonders in Wohngebieten, wie hier in der Eschenstraße, haben sich die Krähen breit gemacht.

Im Krähenwald dürfen sie bleiben

Bussard soll Saatkrähen verscheuchen

  • Charlotte Borst
    vonCharlotte Borst
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Die Saatkrähen nerven die Unterschleißheimer. Damit ist bald Schluss. Zumindest in den Wohngebieten und an der S-Bahn.

Unterschleißheim – Weil sich die lärmenden Saatkrähen in Unterschleißheim zu wohl fühlen, wird die Stadt die lästigen Vögel aus den Wohngebieten verscheuchen. Allerdings ist die Saatkrähe geschützt. Daher musste die Genehmigung der Regierung von Oberbayern eingeholt werden. Jetzt hat die Stadt diese Erlaubnis erhalten.

Bis zum 28. Februar dürfen zwischen Eschenstraße und Raiffeisenstraße und rund um den S-Bahnhof Lohhof und die FOS/BOS Baumkletterer die Nester entfernen, ebenso entlang der Südlichen Ingolstädter Straße. Neu gebaute Nester dürfen bis zum 15. März entfernt werden.

Auch der Einsatz eines Greifvogel wurde von der Höheren Naturzschutzbehörde genehmigt: Ein Wüstenbussard darf bis zum 15. März über den Wohnsiedlungen seine Kreise ziehen, um die Rückkehr der Krähen zu verhindern.

Maßnahmen können sofort umgesetzt werden

An anderer Stelle dürfen sich die Saatkrähen dagegen konzentrieren: Als konfliktarme Standorte bezeichnet die Regierung den Waldfriedhof und den sogenannten Krähenwald zwischen Waldfriedhof und Sportpark, in dem es schon jetzt die größte Kolonie gibt. Hier sollen die Saatkrähen ungestört sein, damit sich ihre Kolonien nicht wieder in die bewohnten Bereiche aufsplitten.

Die Auswirkungen der Vergrämung soll ein Ornithologe dokumentieren und sowohl die Regierung von Oberbayern als auch die Unterschleißheimer Bevölkerung informieren, heißt es im Bescheid der Regierung von Oberbayern.

Die Stadtverwaltung hat die Nestentnahme und den Greifvogeleinsatz schon vorbereitet, es fehlte nur noch der Bescheid. Der Umwelt- und Verkehrsausschuss hat nun einstimmig beschlossen, die Maßnahmen umzusetzen.  

Nester in Zahlen:

2018 wurden 427 Nester gezählt: 372 befinden sich im Krähenwald, 25 am S-Bahnhof Lohhof, 27 im Lohwaldpark und einzelne Nester an der Südlichen Ingolstädter Straße, an der FOS/BOS-Bushaltestelle und am Spielplatz am Sehbehindertenzentrum.

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