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Flüchtlinge kommen auf ehemaligem Airbus-Gelände unter

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Von: Nico Bauer

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Unterschleißheim -  Die Stadt Unterschleißheim will bis Mitte dieses Jahres die notwendigen Unterkünfte für Asylbewerber geschaffen und langfristige Lösungen auf den Weg gebracht haben.

Deshalb soll Ende März auch die Sporthalle der FOS/BOS wieder geräumt werden. In der Sitzung des Hauptausschusses gab Bürgermeister Christoph Böck (SPD) einen Überblick über die Standorte, an denen derzeit Flüchtlinge untergebracht sind. In der Turnhalle der FOS/BOS leben 260 Menschen und in der Containeranlage an der Paul-Kuhle-Straße sind 49 Menschen einquartiert, demnächst sollen es aber 56 Personen werden. Dazu kommen im A1 Wohnheim 59 Personen und zudem werden zwei dreiköpfige Familien dezentral in Wohnungen einziehen. In den nächsten Wochen sollen zwei weitere Provisorien von Flüchtlingen bezogen werden. Bis zu 400 Menschen werden im März auf dem ehemaligen Airbus-Gelände an der Landshuter Straße in Containern untergebracht. Im April ist dann der Umbau eines ehemaligen Bürogebäudes an der Siemensstraße abgeschlossen. In dem Haus sollen maximal 257 Personen eine Bleibe für die nächsten Monate finden. Mit dem Bezug der beiden Provisorien hat die Stadt Unterschleißheim dann ihre Quote erreicht.

Bis zum Jahresende wird der Landkreis voraussichtlich 9000 Asylbewerber unterbringen, um ihre anteilige Quote zu erfüllen, muss die Stadt Unterschleißheim 730 Plätze schaffen. Bürgermeister Christoph Böck erklärte, dass die Turnhalle der FOS/BOS bis zum 20. März wieder komplett geräumt sein wird. Der Stadtrat sucht auch langfristige Lösungen für die Unterbringung der Asylbewerber in Unterschleißheim. Bürgermeister Böck erklärte, dass aktuell drei Standorte geprüft werden, wo beispielsweise in Holzständerbauweise Häuser für die kommenden zehn Jahre errichtet werden können. Die Standorte sind an der Südlichen Ingolstädter Straße zwischen Kinderhaus und Edeka, an der Stadionstraße gegenüber dem Volksfestplatz sowie am Münchner Ring neben dem Gymnasium. Böck machte deutlich, dass an keinem der Standorte für mehr als 200 Menschen gebaut werden soll. An den aktuellen Unterkünften soll die Überwachung durch Sicherheitsdienste noch einmal verstärkt werden. Der Grund seien auch „kleinere Vorfälle“ im Lohwald, die allerdings nicht Asylbewerbern zugeordnet werden können. Böck versprach den zahlreichen Besuchern der Hauptausschusssitzung „eine Beauftragung des Sicherheitsdienstes rund um die Uhr“. Die Stadt reagiere hiermit auf die sich häufenden Beschwerden im Bereich des S-Bahnhofes Lohhof und des Jugendkulturhauses Gleis 1.

Nico Bauer

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