Jeder böllert und ballert weiter auf eigene Rechnung

Unterschleißheim - Mehrheitlich hat der Umwelt- und Verkehrsausschuss den Antrag von Bernd Knatz (ÖDP) abgelehnt, der, recht frühzeitig, die Idee hatte, ein von der Stadt organisiertes gemeinsames Silvesterfeuerwerk zu veranstalten, wie es beispielsweise die Gemeinde Haar macht.

Knatz ging es in seinem Antrag darum, „die Verwendung individueller Feuerwerkskörper zu unterlassen, zugunsten sozialer Zwecke und der Umwelt“.

Seiner Meinung nach sind die vielen Feuerwerke vor der eigenen Haustür Umweltverschmutzung und Geldverschwendung. Neben Gestank und Lärm „mussten schon viele Menschen großen Schaden nehmen, weil ihr Hab und Gut durch ziellos abgeschossene Raketen in Brand gesetzt wurden“, heißt es in dem Antrag. Auch Tiere würden erheblich leiden. Knatz wünscht sicher daher, dass die Stadt auf eigene Kosten ein Feuerwerk veranstaltet, um die negativen Auswirkungen der Silvester-Böllerei etwas einzudämmen. Er beruft sich dabei auf die Gemeinde Haar, die solch ein Silvesterfeuerwerk bereits seit Jahren veranstaltet und die Bürger bittet, mit dem eingesparten Geld soziale Zwecke zu unterstützen. „Das funktioniert da seit langem sehr gut.“

Die Verwaltung der Stadt kam allerdings zu dem Schluss, dem Antrag nicht nachzugehen. In der Begründung heißt es, dass es keine Untersuchungen gibt, die belegen, dass sich die Nutzung von privatem Feuerwerk dadurch tatsächlich reduziert. Es sei davon auszugehen, dass das kommunale Großfeuerwerk als Zusatzereignis gern wahrgenommen wird, aber viele trotzdem nicht auf ihr eigenes Feuerwerk verzichten wollen. Auf die Stadt würden zudem allein für das Feuerwerk Kosten von bis zu 4000 Euro zukommen. Noch nicht einberechnet sind darin Investitionen unter anderem für Absperrungen, Genehmigungen, Anzeigen und Sicherungseinrichtungen. Ohnehin hätte sich nach Informationen der Verwaltung der Müll durch Feuerwerkskörper reduziert.

Bis auf Sandra Rosocha (Grüne) und Bernd Knatz schlossen sich alle anderen Ausschuss-Mitglieder der Einschätzung der Verwaltung an und stimmten gegen ein von der Stadt organisiertes Großfeuerwerk. Zum Bedauern von Bernd Knatz: „Ich bin enttäuscht, aber ich habe ehrlicherweise auch keine große Zustimmung erwartet.“ pk

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