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Gleich richtig was los: Stimmung im neuen Café des Jugendkulturhauses. Fotos: Förtsch

Jugendkulturhaus "Gleis 1" wiedereröffnet - Umbau für 2,55 Millionen Euro

Unterschleißheim - Der Umbau des Jugendkulturhauses „Gleis 1" am Bahnhof Lohhof hat die Stadt Unterschleißheim 2,55 Millionen Euro gekostet und den Gleis-1-Leiter Markus Baier viel Nerven. Aber es hat sich wirklich gelohnt.

Ein 60 Quadratmeter größerer Veranstaltungssaal mit variabler Bühne und etwa 200 Sitzplätzen, ein schönerer Backstage-Bereich, professionelle Gastronomie, neues Tonstudio, Übernachtungsmöglichkeiten für Bands auf Tour, energetische Maßnahmen - nach 14 Monaten Umbau ist das Gleis 1 deutlich zeitgemäßer geworden. Laut Bürgermeister Christoph Böck hat die Baustelle Gleis-1-Leiter Markus Baier viel Nerven gekostet. „Nie wieder“, habe Baier mal gesagt, erinnerte sich Böck bei der Wiedereröffnung, und Markus Baier berichtete über seine Vokabel-Lehrstunden auf der Baustelle: „Dringend“, „wichtig“ - das habe niemanden beeindruckt und nichts beschleunigt. Selbst die Anmerkung, „dann müssen wir schließen“, habe nur zur Frage geführt: „Wie kommen wir dann ins Haus?“ Aber Baier hat dazugelernt: „Mit dem Hinweis auf den fixen Wiedereröffnungstermin und der Anmerkung, der Bürgermeister wird auch da sein, hatte ich die richtige Sprache gefunden.“ Die Handwerker gaben Gas und schafften, wenn auch mit zwei Monaten Verzögerung, den Umbau.

Das Gleis-1-Team war so erleichtert, dass es Bauleiter Albert Kreitmeir die Medaille „Ehrenjugendlicher“ verlieh.

„Positiv stressig war das Wochenende der Wiedereröffnung, denn der Wunsch von Landrat Christoph Göbel fürs Gleis 1 ging in Erfüllung: „Am Ende zählt das Leben, das darin stattfindet.“ Etwa 150 Jugendliche kamen zum ersten Konzert mit den Bands „Rapid“, „Heldenfrühstück“ und der Moskauer Gruppe „Distemper“. Rund 250 Gäste nutzten den Tag der Offenen Tür, der abends mit einem Konzert des Duos „Lost Lines“ ausklang. Dabei standen zwei ehemalige Sozialpädagogen des Gleis 1 auf der Bühne: Kathrin Birkeneder (32) und Florian Klimke (35) präsentierten als Singer und Songwriter leise, intensive Lieder über das Leben, die Liebe, Erfahrungen und Verluste.

Die Veränderungen im Gleis 1 findet Kathrin Birkeneder „toll, denn es ist freundlich, die Farben sind modern, das Außengelände kann besser genutzt werden, der Backstage-Bereich ist schöner und der Saal mit der Bühne ist besser und größer“.

Das rege Interesse bei der Wiedereröffnung freute Markus Baier. Denn auch wenn der Betrieb größtenteils aufrecht erhalten werden konnte, die Baustelle hat die Zahl der Kinder und Jugendlichen reduziert. „Im August hatten wir noch einen harten Kern von etwa 20 Jugendlichen. Wir fangen fast wieder bei Null an.“ Umso wichtiger war ein gelungener Neustart.

Kontakt

Jugendkulturhaus Gleis 1, Hollerner Weg 1; Tel: 089/310 53 89; Fax: 089/37 48 91 43;

E-Mail: info@gleis-1.de

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