Fraktion spricht sich gegen mögliche Ansiedlung aus

Klares Nein an BMW

Unterschleißheim gilt als Favorit bei der Standortsuche von BMW im Münchner Umland. Die CSU hat sich nun gegen die Pläne ausgesprochen.

Unterschleißheim – Bislang ist eine weitere Ansiedlung von BMW in Unterschleißheim, an der Grenze zu Oberschleißheim nur hinter verschlossenen Türen verhandelt worden. Von der CSU kommt nun aber vorsorglich ein klares Nein zur möglichen Expansion des Automobilkonzerns im Stadtgebiet: „Der diskrete Flirt ist zu Ende“, heißt es in einer Pressemitteilung. Ortsverband und Stadtratsfraktion haben sich gestern gegen etwaige Pläne ausgesprochen.

„In zahllosen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern zu diesem Thema wird klar: Sie wollen dieses riesige Gewerbegebiet nicht“, schreiben Umwelt- und Verkehrsreferentin Brigitte Weinzierl, Finanzreferent Stefan Diehl, Fraktionssprecher Friedrich Kiener und Zweiter Bürgermeister und Ortsvorsitzender Stefan Krimmer, der vermutlich bei der Kommunalwahl 2020 für die Unterschleißheimer CSU kandidiert.

Man wolle „keine Politik gegen die Bürgerinnen und Bürger“: „Die Infrastruktur ist aktuell bereits merklich am Anschlag, die Bevölkerung leidet täglich unter der steigenden Verkehrsbelastung.“ Ein Wachstum des Gewerbegebiets um bis zu 10 000 Arbeitsplätze sei nicht mehr zu bewältigen. Vielmehr solle sich die Stadt auf eine moderate Entwicklung und ein qualitatives Wachstum konzentrieren.

CSU Unterschleißheim fordert: Thema BMW offenlegen

Die CSU betont, dass ihre Haltung nicht als ideologisches Nein zu verstehen sei. Vielmehr habe man die Vor- und Nachteile abgewägt und sich im Interesse der Bürger gegen BMW entschieden. Die CSU fordert Bürgermeister Christoph Böck (SPD) auf, „seine Planungen zum Thema im Interesse der Transparenz bald offenzulegen und im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung von Unterschleißheim einzustellen.“

Dass der Konzern im Münchner Umland einen zusätzlichen Standort sucht, ist bekannt. Unterschleißheim, wo BMW bereits mit seinem Zentrum für Autonomes Fahren angesiedelt ist, gilt als ein Favorit bei der Standortsuche. Bürgermeister Böck hat bisher durchklingen lassen, dass er sich einen weiteren BMW-Standort in der Stadt vorstellen könne. 

mm

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