Beim Neujahrsempfang

800 Unterschleißheimer trotzen dem Weltuntergang

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Bürgermeister Christoph Böck hat zum Neujahrsempfang geladen und über 800 Gäste kamen. Sie erlebten reihenweise Überraschungen.

Unterschleißheim –Das heitere Derblecken der Überraschungsgäste, das Catering des neuen Wirtepaares und Böcks launige Rede machten den Abend zu einem glanzvollen Jahresauftakt.

„Ehrlich, ich habe nicht mit so vielen Gästen gerechnet, nachdem 2017 ja offensichtlich ein so schreckliches Jahr für Unterschleißheim war“, sagte Böck. „Wie Sie wissen es nicht?“ – „Sind Sie etwa nicht auf Facebook?“ Bei der „Weltuntergangsstimmung“ in den Kommentaren der Gruppe „85716 Unterschleißheim“ habe man den Eindruck bekommen können, die Unterschleißheimer seien am Verhungern (Schließung der Gaststätte am Rathausplatz), eingesperrt (Arbeiten an der B 13 und gleichzeitig Erneuerung der südlichen Ingolstädter Straße) und am Verdursten (Chlorgeschmack im Trinkwasser). „Angesichts dieser Geschehnisse ist es doch verwunderlich, dass sie heute so zahlreich erschienen sind.“

Vieles gut hinbekommen

Sein persönlicher Rückblick fiel da deutlich optimistischer aus: Die Ansiedlung von BMW und weiterer Firmen, der Breitbandausbau, die Eröffnung des Realschul-Neubaus, die guten Steuereinnahmen. „So schrecklich war 2017 vielleicht doch nicht“, schloss er: „Offensichtlich haben wir – trotz mancher pessimistischer Stimmen – einiges ganz gut hinbekommen.“

Well-Brüder derblecken die lokale Prominenz 

Nicht nur Böcks Rede bekam viel Applaus, für Stimmung sorgten auch die Überraschungsgäste: Die drei Well-Brüder, die sich nachmittags zuvor auf Pointen-Suche in der Stadt gemacht hatten, warfen einen ganz unbefangenen Blick auf die Stadt und unterlegten ihre Gstanzl mit Musik. Sie fragten, wie es die Unterschleißheimer nur aushielten, dass das „autonome Fahren an der Bahnschranke in Oberschleißheim in autonomes Warten“ übergehe, dass aus jeder zweiten Zeitung der Zweite Bürgermeister Stefan Krimmer herausgrinse und dass in jedem Laden, der geschlossen wurde, ein Hörgeräteakustiker oder Optiker aufmache. Auch Altbürgermeister Rolf Zeitler bekam sein Fett weg: „Im Ballhaus-Forum ist vom schwarzen Zeitler nur der schwarze Schimmel übrig geblieben.“ Aber immerhin: „Euer Flächennutzungsplan ist noch vor dem Berliner Flughafen fertig geworden.“

Bahnhöfe werden barrierefrei

Nach diesem humorvollen Blick von außen, schaute Böck optimistisch auf das, was die größte Landkreiskommune im neuen Jahr erwartet: Der barrierefreie Ausbau der S-Bahnhöfe, die Verkehrserschließung für den Businesscampus, den Bau einer BRK-Fahrzeughalle mit Büro- und Tagungsräumen, den Ausbau der Kinderbetreuungs- und Hortplätze und den Architektenwettbewerb für den Neubau der Michael-Ende-Grundschule. Für die Bebauung des ehemaligen Esso-Grundstücks an der Bezirksstraße kamen viele gute Vorschläge von den Bürgern, übrigens auch aus der „85716“-Gruppe. „Das Jahr 2018 hat großes Potenzial ein besonderes für Unterschleißheim zu werden“, schloss er und bat die Bürger um ihr tatkräftiges Engagement: „Die Stadt braucht sie.“ Drei Personen dankte Böck besonders. Unter herzlichem Applaus zeichnete er Kornelia Schweißgut, Peter Rein und Roland Wick mit der Ehrennadel der Stadt Unterschleißheim in Silber aus. 

Rubriklistenbild: © Dieter Michalek

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