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Offen und einladend soll der Business Campus werden.

Airbus-Gebäude in Unterschleißheim wird Business Campus 

Die Festung fällt

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Unterschleißheim - Das ehemalige Gebäude von Airbus Defence und Space wird ein Business Campus - mit zig Eingängen und offenen Strukturen.

In das langgezogene Gebäude, das abgeschottet hinter einer Betonmauer lag, kamen Besucher bisher nur durch eine zentrale Pforte. Jetzt werden die Fronten Schritt für Schritt geöffnet. 

Hinter einer Betonmauer lag abgeschottet das Cassidian-Gebäude.

Stephan Hof, Geschäftsführer des Business Campus Unterschleißheim, betreibt in der neuen Zentrale schon Akquise: Auf dem 17 Hektar großen Gelände will sein Team in den nächsten zehn bis 15 Jahren Flächen vermieten an Dienstleister, Industrie und Forschung. Das Vorbild ist der Business Campus in Garching mit 90 Mietpartnern auf 115 000 Quadratmetern. Und auch in Regensburg und Nürnberg betreibt die Vielberth-Gruppe Gewerbeparks.

Der bisherige Grundeigentümer Airbus Defence und Space hatte Ende 2013 die Schließung seiner Verteidigungssparte Cassidian in Unterschleißheim angekündigt. Die 1400 Mitarbeiter ziehen seit 2014 Zug um Zug nach Taufkirchen. 

In Absprache mit der Stadt wird das Areal an der Landshuter Straße umgestaltet, neu bebaut und durch eine Erschließungsstraße öffentlich zugänglich gemacht. Der Bebauungsplan wird gerade mit der Stadt abgestimmt und, so hofft Stephan Hof, noch vor der Sommerpause im Stadtrat vorgestellt.

Dass die Dr. Vielberth-Verwaltungsgesellschaft das Gelände gekauft hat, ist für Bürgermeister Christoph Böck (SPD) „ein Glücksgriff. Vielberth ist ein sehr kompetenter und erfahrener Investor in dem Bereich, der das Areal im Bestand behalten will und daher ein großes Interesse daran hat, dass der Business Campus auch läuft.“

Der organisierte, geplante Gewerbepark, der voraussichtlich bis zu 5000 Arbeitsplätze aufnehmen kann, soll alle Vorteile eines innerstädtischen Standorts bieten – nur nicht die Nachteile. Dafür will sich auch die Stadt einsetzen. Bürgermeister Böck betont, dass die Verkehrsanbindung an das Autobahn- und S-Bahnnetz durch eine neue Busanbindung weiter verbessert werden soll.

Während Stephan Hof und seine Kollegen bereits Mietpartner suchen, haben die Bauarbeiten am Altbestand begonnen: „Die Immobilie wird völlig umgekrempelt, denn die Gebäude sollen viele Nutzer aufnehmen“, erklärt Hof. Grundsätzlich sei das Bürohaus mit 50 000 Quadratmetern Fläche aus dem Jahr 1986 im guten Zustand, allerdings sind flexible Gebäudestrukturen nötig, in denen Büros, aber auch Fertigungshallen und Labore einziehen können. Die Etagen werden entkernt, modernisiert und neu zugeschnitten. „Es entstehen zehn moderne Treppenhäuser, die gleichzeitig eine eigene Adresse bekommen.“ Auch die langgestreckte und etwas langweilige Fassaden wird abgehängt und durch neue Elemente mit viel Glas aufgelockert.

Wo sich jetzt der Zentraleingang befindet, wird das Gebäude über zwei Stockwerke aufgebrochen, zwei Treppenhäuser weden den Durchgang wird flankieren.

Hier führt der Weg über eine Erschließungsstraße in die sogenannte „Regenerationszone“. „Die inzwischen etwas verwahrlosten Innenhöfe sollen aufgewertet werden“, erklärt Stephan Hof, „es soll ein attraktiver Park entstehen mit großem Grün und einer Wasserlandschaft, ähnlich wie in Garching.“ Schützenswerte Bäume werden verpflanzt.

Von insgesamt sechs Hallen werden drei, die im Zentrum des Areals liegen, im Laufe dieses Jahres abgerissen, die restlichen drei im Süden des Gebäudes müssen weichen, wenn 2019 die Mietverträge mit Airbus ausgelaufen sind. Erhalten bleibt die Betriebsgastronomie für rund 300 Gäste, in der zurzeit im vorgelagerten „Lunchclub“ noch die verbliebenen Airbus-Mitarbeiter verköstigt werden. Eine Investitionssumme nennt die Dr. Vielberth-Gruppe bisher nicht.

Charlotte Borst

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