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Patricia Kania ist stellvertretende Chefin in der Redaktion des Münchner Merkur für den Landkreis München.

Wir sind nicht nur nah dran, sondern mittendrin

Kommentar: Das Leben ist nach dem Amoklauf von München ein anderes

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Landkreis - Die Attentate in Paris, Nizza und Würzburg haben uns schon bestürzt. Doch erst nach dem Amoklauf von München spüren wir echten Schmerz. Die stellvertretende Merkur-Lokalchefin Patricia Kania meint: Das Leben wird ein anderes sein.

Der Amoklauf von Utøya, die Attentate in Paris, in Nizza und in Würzburg haben jeden bestürzt. Man nimmt Anteil, man ist fassungslos. Doch mitfühlen, echten Schmerz spüren, das können wir erst jetzt, wo eine solche Schreckenstat in unmittelbarer Nähe stattgefunden hat. Und wir sind nicht nur nah dran, sondern mittendrin. Zwei junge Menschen, die viele im Landkreis kannten, sind getötet worden. Der Schulkamerad, der nie wieder neben seinen Freunden im Klassenzimmer sitzen wird. Can, der Fußballer, der nie wieder ein Tor für seine Mannschaft schießen wird. Dijamant, der stets fröhliche Sohn, der nie wieder mit seiner Familie lachen wird.

Jeder, der hier lebt, ist persönlich betroffen von der Tat

Jeder, der hier lebt, ist persönlich betroffen von der Tat. Denn sicherlich ist jeder schon einmal im OEZ einkaufen gegangen oder daran vorbeigefahren, an dem Ort, der jetzt zum Symbol des Schreckens und des Leids geworden ist. Und jeden, dem ich begegne, beschäftigt ein Gedanke: „Auch mich hätte es treffen können, auch ich hätte dort sein können.“ Das Gefühl der Ohnmacht und der Machtlosigkeit scheint einen zu übermannen. Das Leben wird weitergehen in München und im Landkreis. Aber es wird ein anderes sein, hoffentlich geprägt von echter Gemeinschaft und Zusammenhalt, wie sie auch jetzt in den schweren Stunden zu spüren sind.

Lesen Sie hier alles zum Amoklauf in München und den Reaktionen aus dem Landkreis.

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