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Die Container an der Landshuter Straße sind bis Ende des Jahres genehmigt.

Raus aus der Schulturnhalle

400 Asylbewerber ziehen aufs ehemalige Airbus-Gelände

Unterschleißheim – Rund 400 Asylbewerber sollen in Containern auf dem früheren Airbus-Gelände, dem künftigen Business Campus in der Landshuter Straße, untergebracht werden. Gut 100 Menschen aus Unterschleißheim und Umgebung nutzten die Gelegenheit, die Bleibe der ausschließlich männlichen Flüchtlinge gründlich in Augenschein zu nehmen.

Bürgermeister Christoph Böck (SPD) atmete ordentlich durch, als die Besucher sich um ihn scharten. Der neuen, mittlerweile vierten Unterkunft in Unterschleißheim sei Dank, vermag die Stadt bald wieder über die FOS/BOS-Turnhalle zu verfügen. Seit Dienstagvormittag ziehen Flüchtlinge aus der Schulturnhalle in die Container in der Landshuter Straße 26 um. Die FOS/BOS-Halle in Unterschleißheim ist die letzte Schulturnhalle im Landkreis, die noch mit Asylbewerbern belegt ist. Seit Monaten bemüht sich Böck, die Halle dem Schul- und Vereinssport zu übergeben.

Das neue Quartier soll Flüchtlingen qualitativ eine deutliche Verbesserung bescheren. Anders als in der Turnhalle, wo Schlafstellen durch Trennwände nicht separiert werden konnten, sei in den Containern ein Mindestmaß an Privatsphäre gewährleistet, sagte Böck.

Die Bewohner der zweistöckigen Containeranlage mit verschließbaren Räumen sind größtenteils in Achtbettzimmern untergebracht. Mitgliedern des Unterschleißheimer Helferkreises Asyl allerdings fiel auf, dass im Obergeschoss der Anlage bis zu 40 Betten auf einen Raum verteilt sind. Der Stabstellenleiter Asyl im Landratsamt, Leonhard Schmid, versicherte, die Aufteilung der Zimmer überprüfen zu wollen. Außer Schlafräumen stehen in den Containern Sozial- und Unterrichtsräume zur Verfügung. Es gibt Waschmaschinen, Trockner und Sanitärcontainer. Die Sozialbetreuung übernimmt ab Mai die Caritas. 

Zaun ums Gelände

Bis dahin ist das Landratsamt zuständig. Die Anlage ist bis Ende des Jahres genehmigt. Landrat Christoph Göbel (CSU) pries die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Unterschleißheim, dankte den ehrenamtlichen Helfern für ihre Unterstützung. 5054 Flüchtlinge sind im Landkreis untergebracht (Stand: 21. März). Viele werden folgen, sagte Göbel: „Das können wir nur gemeinsam schaffen.“

Angesichts der derzeit rückläufigen Flüchtlingszahlen warnte der Landrat vor falschen Schlüssen. „Sicher, die Balkan-Route ist dicht. Wir werden es aber erleben, dass die Zahl der Flüchtlinge erneut steigt.“ 

Ein laut Stabstellenleiter Schmid personell gut ausgestatteter Security-Dienst soll sowohl für die Sicherheit der Unterschleißheimer als auch der Bewohner in dem rundum umzäunten Gelände sorgen. „Asylbewerber sind vor Anfeindungen nicht gefeit." Andreas Sachse

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