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Die Väter des Bike-Parks wollen dem Nachwuchs auf die Sprünge helfen: Mati Zewergs (21), Kamil Zewergs (18), Daniel Kraus (20) und Adrian Binder (23).

Jugendversammlung

Bike-Park Putzbrunn braucht dringend Wiederbelebung

Hoch und heilig hat Bürgermeister Edwin Klostermeier bei der Jugendversammlung versprochen, die Vorschläge der jungen Putzbrunner im Gemeinderat vorzubringen. Der Bike-Park etwa liegt ziemlich brach, klagt Adrian Binder (23), der die Anlage mit Freunden vor acht Jahren teils selbst gebaut hat.

Putzbrunn Mehr als 30 Kinder und Jugendliche sind auf Einladung von Bürgermeister Edwin Klostermeier zur Putzbrunner Jugendversammlung gekommen. Alle zwei Jahre bietet die Gemeinde ihren jüngsten Mitgliedern diese Möglichkeit, ihre Themen zu diskutieren und Vorschläge zu machen, welche Angebote für Kinder und Jugendliche sie sich in Putzbrunn wünschen.

„Wir nehmen die Jugendbeteiligung ernst“ beteuerte das Gemeindeoberhaupt daher auch schon bei der Begrüßung. Um die Ernsthaftigkeit zu unterstreichen, verwies Klostermeier auch auf Projekte, die auf Anregung der Jugendlichen in der Vergangenheit schon umgesetzt wurden, den Bikepark in der Oedenstockacher Straße etwa.

Bike-Park vor acht Jahren auf den Weg gebracht

Wegen dieses Projektes war auch Adrian Binder zur Jugendversammlung gekommen, denn der mittlerweile 23-jährige Putzbrunner hatte vor acht Jahren den Bikepark mit auf den Weg gebracht. „Ich wollte mal hören, wie es damit jetzt weitergehen soll“, erklärte Binder. Denn nachdem er mit ein paar Freunden zunächst viel Engagement in die Anlage gesteckt hatte, liegt diese seit etwa zwei Jahren ziemlich brach. „Fahren kann man da schon noch“, sagt Binder, „aber Spaß macht das nicht mehr. Das Problem ist, dass der Bikepark seit sieben Jahren nicht fertig gestellt worden ist, der Fun Track als Parcour für Einsteiger und Jüngere ist nie gebaut worden“, kritisierte Binder.

Viel Eigenleistung der Jugendlichen

In Eigenregie hatten die Jugendlichen viel Arbeit in die Anlage gesteckt, beispielsweise eine Terrasse gepflastert. Doch nach einem personellen Wechsel im Bauamt der Gemeinde habe sich die Zusammenarbeit immer schwieriger gestaltet, die Jugendlichen zogen schließlich nach Kirchseeon we08iter. Klostermeier gab zu, dass die „aktuelle Situation unbefriedigend ist“, versprach aber Besserung.

Heiko Bernhard, seit einem Jahr für die Bautechnik in Putzbrunn zuständig, will sich des Projektes annehmen und sich in Kürze mit Binder und seinen Mitstreitern treffen: „Wir wollen den Bikepark reaktivieren und werden das auch mit Gemeindepersonal unterstützen“, versprach Bernhard. Der Bau des Fun Tracks sei aber „aus bauplanungstechnischen Gründen“ weiter schwierig., „Der Flächennutzungsplan kann nicht geändert werden. Aber wir schauen, was baulich im Planrahmen machbar ist. Die Gemeinde ist da dran, es besteht auch die Möglichkeit, Ersatzflächen zu suchen.“

Gemeinde sagt Unterstützung zu

Für Adrian Binder & Co auf jeden Fall ein Signal: „Wenn sich Junge finden, die das weitermachen, bin ich auch gerne bereit, sie zu coachen“, stellte Binder, der ausgebildeter Landschaftsgärtner ist, in Aussicht. Und seine Bikekumpel Kamil (18) und Mati Zewergs (21) und Daniel Kraus (20) würden sich ebenfalls für die nächste Generation der Biker engagieren. Das ist doch ein Angebot.

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