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Dynamisch geht es zu bei der Eröffnungsfeier: Unterstützt von BMW-Mitarbeitern heizt die Trommler Gruppe „Get Grooving“ den Gästen ein.
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Das Zentrum für autonomes Fahren ist seit September in den Business Campus in Unterschleißheim eingezogen.
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Mit Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Hermann feiern gleich zwei Mitglieder der Staatsregierung bei der  offiziellen Eröffnung mit.

Zentrum für autonomes Fahren in Unterschleißheim eröffnet

BMW lässt den Computer ans Steuer

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1800 Mitarbeiter entwickeln im bayerischen Silicon-Valley das Auto der Zukunft.

Unterschleißheim– Digital, elektrisch und autonom: So soll in drei Jahren das Auto der Zukunft fahren. 2021 werden die Kunden den BMW iNext kaufen können – das ist das Ziel, an dem BMW unter Hochdruck arbeitet. Gestern hat der Dax-Konzern in Unterschleißheim sein Zentrum für autonomes Fahren offiziell eröffnet.

Mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Innenminister Joachim Hermann (CSU) gratulierten gleich zwei Vertreter der Staatsregierung: „Die Zukunft eines Landes ist seine Innovationskraft“, sagte Söder.

Unter Zeitdruck

Damit die Kunden in drei Jahren die erste+n voll automatisierten Autos kaufen können, hat BMW in Unterschleißheim bisher 1000 kluge Köpfe versammelt, 1800 sollen es noch werden. „Wir werden alle Denk- und Entscheidungsprozesse durch Technik ersetzen“, sagte Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich und verglich die Entwicklung des voll automatisierten Autos mit einer Mars-Mission. Seine Zuhörer fragte er: „Wie viel Technik war möglich, bevor der erste Mensch auf dem Mond landen konnte?“

In kleinen Teams suchen die Ingenieure und Informatiker nach Lösungen für neue Fragen: „Wie kann das Auto strategisch auf verschiedene Verkehrssituationen reagieren?“ – „Wie kann es das Verhalten eines Fußgängers einschätzen?“ Alle zwei Wochen kommen die Ergebnisse auf den Prüfstand. So wollen die Forscher bis 2021 schnell und effektiv alle Probleme lösen. Denn: „Die Herausforderungen sind enorm und die Konkurrenz ist groß“, sagte Fröhlich. Mehrere hundert Millionen Euro investiert BMW, „um beim sicheren autonomen Fahren eine führende Position einzunehmen“. Dafür arbeitet das Team mit Partnern zusammen, etwa bei der Chip-Entwicklung, „damit der Kofferraum bald wieder den Koffern vorbehalten ist“, so Fröhlich. Bis jetzt dient er als Stauraum für die Computerfestplatten.

Der Campus an der Landshuter Straße bezeichnete Entwicklungsleiter Elmar Frickenstein voll Stolz als „neues Silicon-Valley“. Insgesamt 23 000 Quadratmeter wird BMW in den ehemaligen Gebäuden von EADS für Büros und Werkstätten anmieten. Auch eine kleine Teststrecke wurde errichtet.

Kurze Wege

Warum das Zentrum so groß werden und sein Bezug so schnell gehen musste? „Damit wir auf kurzen Wegen an den Prozessen zusammenarbeiten können“, sagte Klaus Fröhlich. Nicht nur die Umbauarbeiten standen unter großem Zeitdruck. Zuvor war ein Sitzungsmarathon im Unterschleißheimer Stadtrat unter Leitung von Bürgermeister Christoph Böck (SPD) nötig. Er ist selbst ehemaliger BMWler und freute sich riesig, als sich das Unternehmen im Dezember 2016 für den Standort Unterschleißheim entschied. Ein halbes Jahr später lagen die Pläne vor und im September 2017 zogen die ersten 1000 Mitarbeiter ein.

Auch der Innenausbau der Empfangshalle, in der gestern die Eröffnung gefeiert wurde, ist erst in dieser Woche abgeschlossen worden. „Punktlandung“, Stephan Hof, Geschäftsführer des Business Campus ist zufrieden: „Es ist ein internationales sehr dynamisches Team eingezogen. Man merkt, dass hier eine Zukunftswelt entsteht.“

Das autonome Fahren könnte eine Schlüsseltechnologie werden, sagte Söder: „Sie ermöglicht, die Mobilität des Individuums zu erhalten und in Ballungszentren den Verkehr besser zu takten.“ Die Forschung von BMW werden sich auf andere Bereiche der Gesellschaft auswirken. Er dankte den Mitarbeitern für ihre Leistungs- und Innovationsbereitschaft: „BMW schafft hier ein wenig ein Zentrum für Futurismus.“

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