So soll der Business-Campus einmal aussehen, der auf dem ehemaligen Airbus-Gelände an der Landshuter Straße entsteht. Grafik: DV Immobilien

Landkreis steigt als Gesellschafter ein

Am Business-Campus dockt ein Gründerzentrum an

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Als einer von vier Gesellschaftern steigt der Landkreis in das Gründerzentrum ACU GmbH (Accelerator Community Unterschleißheim) ein, das an den Business Campus in Unterschleißheim angeschlossen wird.

Auf dem Campus an der Landshuter Straße soll in den kommenden 15 Jahren ein Unternehmenspark mit hohem Freizeitwert entwickelt werden. Bis zu 5000 Arbeitsplätze sollen auf dem ehemaligen Airbus-Gelände entstehen. Nach dem Vorbild des Business Campus Garching plant der Investor, „DV Immobilien“, wie die Vielberth-Unternehmensgruppe mit Sitz in Regensburg sich nun nennt, auf 17 Hektar einen multifunktionalen Büro- und Dienstleistungspark. Zusätzlich vorgesehen sind, wie unlängst berichtet, Geschäfte, ein Restaurant sowie Grünanlagen und ein Teich. DV wirbt auch mit einem Ärztehaus.

Kreativ-Quartier im Unternehmenspark

Ein Gründerzenrum für Start-Ups und Wachstumsunternehmen soll den Standort zusätzlich aufwerten. Geworben werden vor allem Existenzgründer aus den Sparten „Smart City“ und „Smart Industry“. Dabei handelt es sich um junge Unternehmer, die Metropolen im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens fortschrittlich umbauen wollen. „Smart City“ steht für Entwicklungskonzepte mit dem Anspruch, Städte technologisch effizient, grün und sozial inklusiv zu gestalten.

Einstimmig beschloss der Kreisauschusses, sich als vierter Gesellschafter der ACU anzuschließen. Mit von der Partie sind neben der DV Immobiliengruppe und der „Innovative Community Unterschleißheim“ (ICU), ein im Mai 2000 von ortsansässigen Firmen in Kooperation mit der Stadt gegründetes Unternehmernetzwerk, außerdem ein nicht benannter, regionaler Finanzdienstleister. Die vier gleichberechtigten Partner bringen je einen Anteil von 25 000 Euro als Stammeinlage in die ACU ein.

Freistaat ist eingeladen, der fünfte Gesellschafter zu werden

Ungewiss ist, ob das Quartett den Freistaat als fünften Partner gewinnt. Es wäre schön, wenn das Land Bayern wenigstens ideell mit von der Partie wäre, findet Landrat Christoph Göbel (CSU). Womöglich könnte man sich noch ein wenig enger vernetzen. Diesbezüglich an die Staatsregierung ausgesandte Signale verhallten bisher aber. Göbel sprach daher von einer „Aufbauphase“, in der der Freistaat noch ein potentieller Partner sei. Mit dem Unterschleißheimer Bürgermeister Christoph Böck (SPD) habe er sich auf folgende Verlautbarung verständigt: Gemeinsam würde man sich freuen, den Freistaat in der Mitte begrüßen zu dürfen.

Gerade das Konzept des Gründerzentrums überzeugt die Kreisräte. Existenzgründer haben auf dem Business Campus die Chance, sich in idealer Umgebung mit bestehender Infrastruktur zu entwickeln, vom Konferenzzentrum über Postservice und Bistro bis zum Empfang. Umsorgt wären die Start-Ups von einem hochkarätig besetzten Wirtschafts- und Wissenschaftsbeirat. BMW, Siemens, SAP sowie LMU und TU hätten bereits Unterstützung und ihre Bereischaft zur Teilnahme signalisiert, erklärt ICU-Vorstandsmitglied Rudolf Haggenmüller in einem Brief an Göbel.

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