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Es muss nicht immer der Tanz mit den Puscheln sein: Die Mitglieder von "Cheer Affair" zeigen auch Sprünge und Hebefiguren.

"Cheer Affair" heizt mächtig ein

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Unterschleißheim - Große Sportveranstaltungen ziehen nur dann ein breites Publikum an, wenn neben der Leistung der Athleten auch die Show stimmt. Deshalb ist die Basketball-Bundesliga beim FC Bayern ohne die Cheerleader in den Auszeiten ebenso wenig denkbar wie Bundesliga-Volleyball im Lohhof.

 Mit der Gruppe „Cheer Affair“ hat der SV Lohhof die Unterhaltungssportlerinnen seit zwei Jahren im eigenen Verein. Und die Gruppe wird immer bekannter. Die Cheerleader des SV Lohhof sind in der Stadt präsent, etwa bei den Spielen der Volleyballerinnen in der 2. Bundesliga oder bei diversen Turnieren im Stadion. Aber auch über die Stadtgrenzen hinaus, sind sie bekannt: „Cheer Affair“ ist regelmäßiger Gast beim USC München zu Spielen in der 1. Bundesliga im Rollstuhl-Basketball. Zu den rund 25 Auftritten pro Jahr kam kürzlich ein Gastspiel beim Unterschleißheimer Festival im Valentinspark dazu. Mit Schlachtrufen wie „SVL – Go, Fight, Win“ oder „Black, Red, White – Up and down – We will fight“ feuern die Cheerleader bei ihrem Stammverein an. Hanna Brandl, Trainerin der „Cheer Affair Seniors“, erinnert sich an die Anfänge vor rund zehn Jahren mit dem eigenständigen Club „Blue Curly Cheerleader“. Nun, unter dem Dach eines so großen Vereins wie dem SV Lohhof, sei vieles leichter geworden. Die Abteilung hat derzeit drei Gruppen mit den PeeWees (sechs bis elf Jahre), den Juniors (zwölf bis 15 Jahre) sowie den Seniors ab 16 Jahren. Bisher bestehen die Mannschaften komplett aus Mädchen und Frauen. Dabei wäre für Männer im Cheerleading auch an vielen Stellen Platz. „Es ist völlig egal, aus welcher Sportart man zu uns kommt“, sagt Brandl, „wir haben viele verschiedene Positionen und können jeden unterbringen.“ Die vielseitige Sportart des Cheerleading besteht nicht nur aus klassischem Anfeuern und der Animation des Publikums, sondern auch aus artistischen Darbietungen in Pausen oder Auszeiten. Deshalb ist „Cheer Affair“ auch angegliedert an die starke Sparte der Turner beim SV Lohhof. Obwohl viele Kinder erst seit wenigen Jahren dabei sind, hat sich „Cheer Affair“ aus Lohhof schon in Süddeutschland einen Namen gemacht. Kürzlich gab es in Sauerlach einen Wettbewerb mit vielen Gruppen aus dem süddeutschen Raum, bei dem der Lohhofer Nachwuchs groß absahnte. Die „PeeWees“ belegten den dritten Platz und die Juniors wurden sogar Zweiter. Hanna Brandl hat in den zehn Jahren Aufbauarbeit in Lohhof eine enorme Veränderung in der öffentlichen Wahrnehmung festgestellt. „Vor zehn Jahren mussten wir uns noch sehr behaupten gegen Vorurteile“, sagte sie über das eher unscheinbare Dasein am Rand von Sportveranstaltungen. Das in den USA eng mit Sportevents verbundene Cheerleading hat in Europa auch schon längst seinen Platz gefunden und wird als Bestandteil des Spiels gesehen. Hanna Brandl hofft, dass „Cheer Affair“ bei künftigen Auftritten in Unterschleißheim und Umgebung vor allem viele Zuschauer bekommen: „Je mehr Zuschauer da sind, desto größer ist auch bei uns das Adrenalin.“

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