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Ein Prosit auf die CSU! Auf den Geburtstag stoßen (v.l.) Bernhard Lemberger, Axel Mulfinger, Stefan Krimmer, Sascha Allwein, Alexandra Krimmer-Bugarcic, Bernhard Schweissgut, Rolf Zeitler, Christoph Göbel, Florian Hahn, Claudia Weidenbusch, Karin Hobmeier, Monika Zeitler, Edmund Stoiber und Ernst Weidenbusch an.

70 Jahre Christsoziale in Unterschleißheim

CSU: Jubiläum geht im Wahlkampf unter

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70 Jahre CSU Unterschleißheim: Selbst Edmund Stoiber kam. Doch es ging mehr um die Landtagswahl als um den Geburtstag.

Unterschleißheim – Mit prominentem Besuch und rund 300 Gästen hat der CSU-Ortsverband Unterschleißheim 70.Geburtstag gefeiert. Bayerns ehemaliger Ministerpräsident Edmund Stoiber gratulierte persönlich und nahm die Festgesellschaft mit auf einen Ausflug in die CSU-Historie.

Aber seine gut einstündige Rede hat Stoiber vor allem genutzt, um die Parteimitglieder auf die Landtagswahl einzuschwören. Dass das Jubiläum im Zeichen des Wahlkampfs stand, zeigte sich schon daran, dass der Landtagsabgeordnete und -kandidat Ernst Weidenbusch vom Wahlkampfplakat auf der Bühne lächelte.

Im Foyer des Ballhausforums gab es eine kleine Ausstellung zur Unterschleißheimer CSU-Geschichte. Doch pünktlich um 18 Uhr wurde es voll im Saal. Dort strahlt Weidenbusch den zahlreichen Gästen vom Plakat entgegen. Manch einer hätte sich den echten Landtagsabgeordneten früher gewünscht. Der CSU-Tross um Ehrengast Stoiber gab sich erst um kurz vor 19 Uhr die Ehre. Wer danach auf ein paar Anekdoten aus den 70 Lebensjahren der örtlichen CSU spekulierte, musste sich weiter gedulden.

Kreuz vom Pfarrer fürs Rednerpult

Entlang der drei Parteibuchstaben traten die Redner an das Pult, dekoriert mit einem Kreuz. Das C übernahm Pfarrer Johannes Streitberger mit einer Zusammenfassung des „2000 Jahre währenden Streits ums Kreuz“ und verriet, dass das Kreuz am Rednerpult seines ist, „mit doppelseitigem Klebeband hingeklebt“.

Danach gab sich Ortschef Stefan Krimmer als Zuständiger für den sozialen S-Part größte Mühe, bei der Begrüßung der besonderen Gäste keinen zu vergessen. Über die Geschichte des Ortsverbandes sprach dann Weidenbusch. Der Landtagsabgeordnete pflegt schon seit den 80er-Jahren ein enges Verhältnis zum Jubilar. Das wurde auch daran deutlich, dass er mit dem harten Kern aus Unterschleißheims Altbürgermeister Rolf Zeitlers Amtszeit, den „Diehls und Dennemarcks, den Utzens und Schessls“ bestens vertraut und auf Du und Du ist.

Chronik ohne viel Geschichte

Auch wenn Weidenbusch, Jahrgang 1963, zugab, zu den Amtszeiten der ersten beiden CSU-Bürgermeister Johann Schmid (1946 bis 1963) und Johann Schmuck (1963 bis 1968) nur wenig beisteuern zu können: Seine Anekdoten aus der Zeitler-Zeit kamen an und erinnerten zumindest kurzzeitig an den Ortsverband, den es ja eigentlich zu feiern galt.

Denn auch in der Festschrift zum Jubiläum nimmt die Geschichte keinen allzu großen Teil ein. Dafür bietet sie viele bunte Bilder von Krimmer und seinem aktuellen Team. Dazu passt Stoibers Eingangsstatement: Dass „in der Politik nur Gegenwart und Zukunft interessiert“ und man „für die Vergangenheit nicht gewählt wird“. Trotzdem erinnerte der Ministerpräsident a.D. in einem Rückblick an die Situation zur Gründung des Ortverbandes, die übrigens bereits am 26. März 1948 stattfand. Man müsse sich vor Augen halten, „was das bedeutet hat, was da war“, sagte Stoiber. „Politik und Partei waren Schimpfwörter. Deutschland der verachteste Teil der Welt.“

Was folgte, auch in Stoibers Rede, war der beachtliche Aufstieg Bayerns vom „Tabellenletzten zum Tabellenführer“ in Deutschland. Damit war der Hauptredner schon mittendrin in der DNA der CSU und beim Einschwören auf die anstehende Landtagswahl.

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