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Im "aquariush" in Unterschleißheim wurde am Sonntag eingebrochen.

Geldbörsen gestohlen

Einbruch im "aquariush"

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Unterschleißheim - Knapp fünf Stunden früher als üblich musste das Unterschleißheimer Freizeitbad „aquariush“ am Sonntag schließen. Einbrecher hatten unbemerkt fünf Spinde aufgebrochen und mehrere Geldbörsen gestohlen.

Am Montag ist der Leiter des „aquariush“, Christan Kunz, gefasst. Und das, obwohl er einen „Einbruch dieser Größenordnung in 23 Jahren noch nicht erlebt hat – weder in Unterschleißheim noch in anderen Hallenbädern“.

Der Fall: Einbrechern war es am Sonntag zwischen 12.30 Uhr und 15 Uhr gelungen, unbemerkt insgesamt fünf Spinde im Hallenbad aufzubrechen und mehrere Geldbörsen zu stehlen. Erst als die Badegäste zu ihren Umkleideschränken zurückkehrten, wurde der Diebstahl bemerkt. Die Beute aus den entwendeten Geldbörsen: mehrere Hundert Euro.

Die Polizei war sofort vor Ort, um Spuren zu sichern. Die Badegäste – zu diesem Zeitpunkt war das aquariush gut besucht – wurden von den Beamten einzeln zu ihren Umkleiden gebeten. „Das Ganze lief sehr geordnet ab“, berichtet Schwimmbad-Leiter Kunz. „Unsere Badegäste waren absolut diszipliniert und wirklich sehr verständnisvoll.“ Nach Abschluss der Polizeiarbeiten entschied sich Kunz, das Bad vorzeitig zu schließen. „Wegen des anstehenden EM-Deutschland-Spiels war ohnehin nicht mehr viel los.“ Im leeren Bad wurden dann noch „umfassende Reinigungsmaßnahmen“ durchgeführt.

Gestern wurden die beschädigten Schränke dann außer Betrieb genommen. Am morgigen Mittwoch ist das Bad wegen eines Betriebsausflugs ganz regulär geschlossen. Als Präventionsmaßnahme will aquariush-Chef Kunz künftig „noch mehr kontrollieren“.

Allerdings, so sagt er selbst, habe man gegen solch gezielte Einbrüche kaum eine Chance. An die Gäste appelliert Kunz, keine hohen Bargeldbeträge oder Wertgegenstände ins Schwimmbad mitzunehmen. „Und wer einen vollen Geldbeutel dabei hat, sollte diesen unbedingt in unseren speziellen Wertschließfächern deponieren“, betont Kunz. „Keinesfalls in einen einfachen Spind.“

Sophia Heyland

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