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Hinter einem Aktenordner verbarg Andreas G. (47) sein Gesicht. Er ist als Kinderschänder angeklagt und sitzt seit einem Jahr in Untersuchungshaft.

Unfassbare Vorwürfe

Familienvater soll sieben Buben sexuell missbraucht haben

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Es sind unfassbare Vorwürfe – über abscheuliche Verbrechen! Ein Familienvater (47) aus Unterschleißheim (Landkreis München) soll mehrere Buben in seine Wohnung und Gartenhaus eingeladen und missbraucht haben.   

Unterschleißheim – Sieben minderjährige Freunde seiner beiden Söhne soll der Familienvater aus Unterschleißheim Beruhigungsmittel in den Kakao gemischt – und sie anschließend sexuell missbraucht haben. Außerdem soll er die Taten teilweise auch noch gefilmt haben. Seit mehr als einem Jahr sitzt er nun bereits in Untersuchungshaft in München-Stadelheim. Nun muss er sich unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs, Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht München I verantworten.

Der angeklagte Objektleiter brach in Tränen aus, als die Staatsanwältin die Anklage verlas. Sein Verteidiger Thomas Novak kündigte an, dass der Familienvater umfassend aussagen werde. Allerdings beantragte er den Ausschluss der Öffentlichkeit, da es um intime Details gehe. Das Landgericht gab dem Antrag schließlich statt, sodass sich der Mann hinter verschlossenen Türen äußerte.

Die sieben Buben im Alter zwischen elf und 17 Jahren hatten in verschiedenen Konstellationen immer wieder bei der Familie in Unterschleißheim übernachtet – mal im Wohnzimmer der Wohnung, mal auf einem Matratzenlager im Gartenhäuschen eines Schrebergartens. Dabei kam es laut Staatsanwaltschaft zwischen März 2015 und Juli 2016 regelmäßig zu sexuellen Übergriffen durch den Familienvater. In neun Fällen soll er die Missbrauchshandlungen an den tief schlafenden Buben mit seinem Handy gefilmt und auf dem Computer gespeichert haben. In vier weiteren Fällen soll es zu Missbräuchen gekommen sein, die er allerdings nicht filmte.

Der Prozess wird wohl in weiten Teilen ohne Öffentlichkeit stattfinden. Die Eltern von drei betroffenen Buben treten als Nebenkläger auf. Insgesamt sind fünf Prozesstage bis Anfang Oktober geplant. 

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