Franz, Claudia und die Söhne Franz und Marcus freuen sich über den Zuspruch, den der Hofladen am Furtweg 5 in Unterschleißheim findet.
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Franz, Claudia und die Söhne Franz und Marcus freuen sich über den Zuspruch, den der Hofladen am Furtweg 5 in Unterschleißheim findet.

Am Furtweg

Frisch von nebenan: Der Hofladen von Familie Schuster

  • Charlotte Borst
    vonCharlotte Borst
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Immer mehr Menschen wollen regionale Produkte direkt beim Erzeuger kaufen. In Unterschleißheim betreibt Familie Schuster am Furtweg 5 einen Hofladen.

Unterschleißheim - Sieben bis acht Quadratmeter misst das kleine Häuschen. Die Wände sind frisch geweißelt, der Terrazzoboden neu verlegt. In Körben und hölzernen Rollwägen liegen festkochenden Kartoffeln in kleinen Säcken zu fünf oder 2,5 Kilo. „Aus eigenem Anbau aus U’heim“ steht in Kreideschrift auf einer Tafel. Während bei der Wahl der Kartoffelsorten im Supermarkt die Haltbarkeit eine wichtige Rolle spielt, haben die Schusters ihre Sorten ganz nach dem Geschmack ausgewählt. „Alexandra“ und „Goldmarie“ – so klingende Namen haben ihre Lieblingssorten. Daneben gibt es auch „Agria“, die mehlige Sorte, „die eignet sich perfekt für Pommes“, sagt Claudia Schuster. Neben den Zwiebeln gibt es Honig in Gläsern, und frische Bioeier kann sich der Kunde aus dem Kühlschrank nehmen.

Das Geld werfen die Kunden abgezählt in die Kasse

Die Preise stehen auf kleinen Schildchen, „die bleiben immer gleich, damit sich unsere Kunden die Preise merken können, sie brauchen ja passendes Geld“, sagt Claudia Schuster, die den Selbstbedienungsladen mit Mann und Sohn betreibt. Der Respekt vor den Produkten gilt beim Bezahlen auch dem Erzeuger: Das Geld werfen die Kunden abgezählt in die Kasse ein.

Seit fünf Generationen sind die Schusters Landwirte in Unterschleißheim. Ihren Laden haben sie an der einstigen Hofstelle eingerichtet. Inzwischen haben sie ihren landwirtschaftlichen Betrieb umgesiedelt, nicht weit entfernt leben und arbeiten sie „Am Weiher“. Regelmäßig füllt Claudia Schuster frische Ware nach. Den Honig liefert Marcus Schuster, der Landwirtschaftsmeister ist und vor vier Jahren die Imkerei für sich entdeckt hat. Der 27-Jährige hat Kurse besucht und engagiert sich im örtlichen Bienenzuchtverein.

Partnerschaft mit dem Wachterhof in Haimhausen

Kunden haben Claudia Schuster gefragt, ob sie nicht auch Eier anbieten könnte, „ich selbst habe aber nur fünf Hühner, da bleiben keine Eier übrig“, erzählt die 43-Jährige. Sie hat daraufhin eine Partnerschaft geknüpft mit benachbarten Landwirten in Haimhausen. Die Eier stammen vom Wachterhof und wurden von Freilandhühnern gelegt. Die Familie Wildmoser hält die Hühner in Mobilställen auf Rädern, die sie regelmäßig versetzt, so dass die Hennen Auslauf und immer frische Wiesen haben. „Da steckt viel Arbeit dahinter“, sagt Claudia Schuster, der die tiergerechte Haltung wichtig ist. Auch Eiernudeln vom Wachterhof finden die Kunden im Hofladen.

Früher wohnten Dienstboten in dem Steinhäuschen

Errichtet wurde das Steinhäuschen schon vor Generationen auf dem Hofgelände. „Früher haben hier Dienstboten gewohnt“, erzählt Claudia Schuster, später zog eine Steinmetzfirma ein. Heute dient es dank seiner günstigen Lage mitten im Wohngebiet eben der Selbstvermarktung. „Die Kunden kommen zu Fuß, mit dem Rad und im Auto“, sie können auf den Hof fahren, bequem parken und einladen. Einkaufen können die Unterschleißheimer hier täglich, auch sonntags, rund um die Uhr.  

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