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Zu schmal: Am westlichen Bahnsteig halten die S-Bahnen in Richtung München. Hier ist der Wartebereich nur 1,40 Meter breit, zudem steht der Stempelautomat ungünstig. Wer stempelt, behindert passierende Fußgänger.

Konzern „grundsätzlich“ dazu bereit

Gefährlich enger S-Bahnsteig: Unterschleißheim kann auf Nachbesserungen durch die Bahn hoffen

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Nach dem barrierefreien Ausbau bemängeln Pendler am S-Bahnhof Unterschleißheim gefährliche Enge. Nun hat das Rathaus offenbar die Bahn zum Nachbessern bewegt.

Unterschleißheim– Die Bauarbeiten für den barrierefreien Bahnhof in Unterschleißheim sind voll im Gange. Neue Zugänge, Unterführungen und endlich auch Aufzüge sollen im April eröffnet werden. Die Bahnsteige sind allerdings schon fertig. – Oder vielleicht doch nicht?

Die Tatsache, dass beide Bahnsteige im nicht überdachten Bereich schmäler geworden sind als früher, will die Stadt nicht hinnehmen. Sie drängt auf eine Verbreiterung. Bürgermeister Christoph Böck (SPD) hat nun die Bahn „grundsätzlich“ für Nachbesserungen gewinnen können. Wie er berichtet, hat er bei einem Termin mit der „DB Service & Station AG“ am Hauptbahnhof weitere Schritte vereinbart, um die beengte Situation zu verbessern. Allerdings wird die Umsetzung noch einige Zeit in Anspruch nehmen. „Größere Maßnahmen benötigen bei den Bahnanlagen immer einen längeren Voranmeldungsprozess zur Beteiligung aller Fachbereiche und Genehmigungsebenen“, erklärt der Bürgermeister.

Lesenswertes aus dem Landkreis: Hochhäuser im S-Bahnhofsviertel: So funktioniert Wohnen im Landkreis München in 20 Jahren

Seit dem Umbau der Bahngleise im Sommer haben die Fahrgäste weniger Platz. In den nördlichen Bereichen stehen an den Bahnsteigen nur noch 2,90 Meter zur Verfügung, zieht man die 1,20 Meter für den Sicherheitsstreifen ab, bleiben nur noch 1,70 Meter für die wartenden Fahrgäste. Im überdachten Bereich sind die Bahnsteige dagegen bis zu einer Breite von 4,90 Metern bepflastert.

Offener Brief an die Stadt gab den Anstoß für Veränderung

Die Unterschleißheimer Martin Kluge und Hans Hirn sehen in dem schmaleren Bahnsteigen eine große Unfallgefahr und haben als erste auf die Engstellen hingewiesen. Im Oktober beschrieben sie in einem offenen Brief an die Stadt die Problematik. In den Stoßzeiten drängen sich Hunderte Menschen auf den Bahnsteigen, überholen einander und betreten dafür aufgrund der Enge auch die Sicherheitsstreifen, was besonders gefährlich ist, wenn Regional- oder Güterzüge durch den Bahnhof fahren, denn durch ihre rasante Geschwindigkeit entwickeln sie eine Sogwirkung. Im vergangenen Jahr kam es bereits zu einem Personenunfall, weil ein vorbeifahrender Zug eine wartende Person mitriss.

Stadträte plädieren für Verbreiterung

In einem Antrag an den Stadtrat setzen sich auch die Fraktionen von CSU und FDP für eine Verbreiterung ein. Ziel soll sein, dass die Bahn die Bahnsteige auf der gesamten Länge auf 4,90 Metern verbreitert. Die Mehrkosten soll die Bahn selbst tragen. Notfalls aber soll die Stadt auf eigene Kosten für die Verbreiterung sorgen, fordern die Stadträte.

Lesen Sie auch: Barrierefreiheit am S-Bahnhof Unterschleißheim: Stadt verklagt Staat

Die CSU-Stadträte Stefan Krimmer und Brigitte Weinzierl sowie FDP-Stadtrat Manfred Riederle fordern zudem, dass die Treppenaufgänge an der Unterführung Berglstraße überdacht werden, damit die Treppen im Winter von Eis und Schnee geschützt sind. Die Bahn soll diese Bauarbeiten möglichst während der laufenden Bauarbeiten erledigen, „um den Fahrgästen zusätzliche Bauarbeiten zu ersparen“. 

Mehr Infos

Am Montag, 18. Februar, soll der Bauausschuss über das Thema beraten und erste Schritte beschließen, Beginn 19 Uhr, kleiner Sitzungssaal.

Nachdem in Frankfurt eine Mutter und ihr Kind vor einen ICE gestoßen wurden, soll die Sicherheit an deutschen Bahnhöfen verbessert werden. So ist die Lage in München.

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