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Nur noch das Schild erinnert an die Kouzina.

Streit mit Ex-Wirt beigelegt

Gesucht: Pächter fürs Bürgerhaus-Lokal

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Der Streit ist beigelegt, der Pächter hat das Bürgerhaus verlassen. Nun steht das Lokal leer. Aber nicht mehr lange.

Unterschleißheim – Zwei Schilder an der Fassade des Bürgerhauses und eine behelfsmäßige Speisekarte im Schaukasten neben der Eingangstür, die für „Penne Zucchini“ und „Fischsuppe griechischer Art“ wirbt: Mehr ist nicht übrig von der „Schleißheimer Kouzina“ am Unterschleißheimer Rathausplatz. Vom Ärger der vergangenen Monate ist nichts mehr zu spüren.

Die Streitigkeiten zwischen der Stadt als Inhaber des Lokals und dem ehemaligen Pächter Petros Zerzis, der sich zunächst geweigert hatte, die außerordentliche Kündigung des Pachtvertrages hinzunehmen, sind beigelegt. Der Gastronom hat das Lokal mittlerweile geräumt, die Inneneinrichtung ist verschwunden, ebenso wie die Flaschen und Gläser hinter der Bar. Im Inneren herrscht gähnende Leere und Baustellen-Flair.

Schon bald soll sich das nun allerdings wieder ändern. Die Stadt sucht nach einem neuen Wirt für ihre Gaststätte. Nach einem, der frischen Wind in die leeren Räumlichkeiten bringt. Die positive Nachricht: Interessenten gibt es bereits. Wie Thomas Stockerl, persönlicher Referent des Bürgermeisters, auf Nachfrage bestätigt, sind „mehrere Bewerbungen“ im Rathaus eingegangen. Zu möglichen Namen will sich Stockerl zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht äußern, genauso wenig wie zur etwaigen kulinarischen Ausrichtung des neuen Restaurants.

Die Anforderungen an den neuen Pächter sind dagegen klar definiert und offen kommuniziert worden. So ist die Stadt auf der Suche nach einem Gastronomen „mit großer Erfahrung“, der nicht nur den täglichen Gaststättenbetrieb stemmen soll, sondern auch das Catering bei Veranstaltungen im Bürgerhaus. Schon seit Jahresbeginn vergibt die Stadt die Bewirtung dieser Großveranstaltungen an externe Anbieter. Und schon damals schwelte hinter den Kulissen der Streit mit dem inzwischen geschassten Pächter.

Wie es überhaupt zum Bruch zwischen „Kouzina“-Wirt Zerzis und der Stadt kam, wurde nie bekannt. Der Stadtrat begründete seine Entscheidung lediglich mit „wiederholten Verletzungen der geregelten Vertragspflichten“. Wie zuverlässige Quellen dem Münchner Merkur bestätigten, sollen unter anderem Pachtrückstände eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Vor Gericht ging der Wirtshaus-Streit, wie zunächst zu erwarten war, nie. Der Pächter hat letztlich doch „eingesehen, dass er rechtlich am kürzeren Hebel sitzt“, sagt Stockerl, der sich auch heute nicht zu den genauen Hintergründen der Trennung äußern will. Für ihn ist die Sache ein für alle Mal erledigt: „Das Kapitel ist endgültig abgeschlossen.“

Mit welchem Pächter die Stadt am nächsten Kapitel der Gaststätte am Rathausplatz schreibt, soll bis Herbst geklärt sein. Bewerbungsschluss ist Ende August, als Stichtag zur Bekanntgabe des neuen Wirtes ist der 15. Oktober angepeilt. Übers Knie brechen will man die Entscheidung im Rathaus allerdings nicht. „Wichtig ist, dass wir einen guten Wirt finden, der die Gaststätte langfristig gesehen zur Zufriedenheit der Stadt, vor allem aber zur Zufriedenheit der Gäste betreibt“, sagt Stockerl. Dass im Bewerber-Pool ein passender Kandidat vorhanden ist, bezweifelt er nicht: „Ich bin überzeugt, dass wir in den Bewerbungen einen guten Wirt finden werden.“

Baustellen-Flair herrscht im Restaurant.

Und da nicht davon auszugehen ist, dass dieser den alten Namen des Lokals beibehält, dürfte der neue Pächter wohl relativ zügig dafür sorgen, dass die „Kouzina“-Schilder verschwinden – und damit auch die letzten Überbleibsel eines gastronomisch turbulentes Kapitels.

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