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Großbaustelle S-Bahnhof in Unterschleißheim.

 In Unterschleissheim und Lohhof

Großbaustelle S-Bahnhof: Hier wird bis April 2019 gebaggert

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Die S-Bahnhöfe Unterschleißheim und Lohhof sind derzeit Großbaustellen. Siewerden bis April 2019 barrierefrei ausgebaut. Doch die Stadt glaubt: Das reicht nicht, um mehr Bürger  zum ÖPNV zu locken.

Unterschleißheim – Es ist ruhig rund um die S-Bahnhöfe in Unterschleißheim und Lohhof. Während der Sommerferien werdenauf der Linie S1 die Gleise erneuert. Diese zugfreie Zeit wird außerdem für den barrierefreien Ausbau der beiden Bahnhöfe genutzt. Zum Schulbeginn ab 11. September fahren zwar die Züge wieder, aber die Bahnhöfe bleiben Baustellen – voraussichtlich noch bis April 2019.

Die Umleitung während der Baustelle.

Eine schwierige Aufgabe im Zuge des barrierefreien Ausbaus war die Höhen-Angleichung zwischen Bahnsteigen und Zügen. Dafür musste der Bahnsteig um einige Zentimeter angehoben werden. Eine Maßnahme, die lange von der Deutschen Bahn lange blockiert wurde – mit dem Verweis auf den Güterzugverkehr auf dieser Bahnstrecke zwischen München und Freising. Die höheren Bahnsteige haben nun nämlich zur Folge, dass Güterzüge langsamer durch die Bahnhöfe fahren müssen. Weitere Projekte im Zuge des Umbaus: neue Überdachungen und moderne Wartebereiche für die Fahrgäste.

Seit Jahren schon ist es ein Ziel der Stadt, die beiden Bahnhöfe barrierefrei zu gestalten. Dafür müssen die Zugänge mit Rampen und Aufzügen ausgestattet werden. Der Plan der Bahn war es, an beiden Bahnhöfen jeweils ein Zugang zu errichten, über den Rollstuhlfahrer und andere Menschen mit Handicaps die S-Bahn erreichen. Die Stadt drängte aber auf die große Lösung. „Uns war es sehr wichtig, auch barrierefreie Zugänge am Bahnhof Unterschleißheim bei der Berglstraße sowie an der Nordseite des Lohhofer Bahnhofes zu erreichen“, betont Thomas Stockerl, Pressesprecher der Stadt Unterschleißheim. Deshalb beteiligte sich die Stadt mit 11,5 Millionen Euro an dem Projekt. „Auf diesen Umbau haben wir schon länger gewartet“, sagt Stockerl.

Hier kommen die Aufzüge hin.

Durch die barrierefreien Zugänge der Bahnhöfe verspricht sich die Stadt auch eine stärkere Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Im Prozess, den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu machen, ist die Maßnahme aber nur ein Etappenziel.

Bürgermeister Christoph Böck (SPD) fordert mit seinen Amtskollegen aus Oberschleißheim, Garching, Ismaning und Unterföhring in einem Brief an den MVV, an Verkehrsministerin Ilse Aigner und an den Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter, dass alle Kommunen des Landkreises München ab Juni 2019 zum Innenraum des neuen Tarifsystems gezählt werden.

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