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Volles Haus und zünftige Stimmung im vollbesetzten Haus der Vereine.
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Überzeugender Redner: Zeitungsausträger Mahni, alias Benjamin Koch, mag einfach sein Unterschleißheim.
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Alexander Gerth aus Lohhof war wieder einmal der Stärkste beim Steinheben.
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Lena Rupprecht und Christoph Böck
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Die Stadtkapelle
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Starkbierfest in Unterschleißheim

Große Show mit vielen Lachern

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Es war wieder einmal eine große Show mit vielen Lachern beim Starkbierfest der Blaskapelle am Samstagabend in Unterschleißheim. Benjamin Koch ist der Unterschleißheimer Kabarettist, der bei seiner Starkbierrede den Zeitungsausträger „Mahni“ gibt. Und der hatte einiges aufzuarbeiten, von dem, was er in seiner Zeitung lesen musste.

Unterschleißheim – Der freche Redner kommt natürlich aus den Reihen des coolen Musikensembles. Dieser ging auf den Bau des Parkhauses am Business-Campus ein, das dann auch das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ umsetze: „Jetzt will die Stadt das Parkhaus begrünen mit Blauregenranken, Waldrebenranken und grünen Efeuranken. Unterschleißheim ist dann der erste Ort mit einem achtstöckigen Bienenstock.“ Biene Maja und Willy würden dann natürlich auch eigene Parkplätze zugewiesen bekommen „in dem freundlichsten Parkhaus der Welt“.

Überhaupt betrachtet Mahni intensiv, wie CSU und SPD den auch in Unterschleißheim aufstrebenden Grünen das Wasser abgraben wollen. Bürgermeister Christoph Böck gab er mit auf den Weg, dass die MVG-Mietradstationen am Weiher zu weit abseits stehen: „Jetzt brauchen wir ein Auto, um zur Fahrradstation zu kommen. Da frisst der Fuchs den Hasen nicht, weil er sonst alleine wäre.“

Hier habe die Stadt das Prinzip noch nicht ganz verinnerlicht: „Der Sinn liegt doch darin, dass ich mit dem Radl ins Grüne fahre und nicht, dass ich das Radl im Grünen finde.“

Die schönste Stadt der Welt

Zuletzt stellte Mahni dann aber doch fest, dass sein Unterschleißheim die schönste Stadt der Welt sei. „Hier hat jeder eine selbst angemalte Mülltonne, und die Müllabfuhr trägt weiße Herrenanzüge, weil unser Müll so sauber ist.“ Die Touristen würden hier freiwillig Eintritt zahlen und auch gerne die Maut löhnen, um über die Le Cres-Brücke fahren zu dürfen. Selbst im Jahr 3025 werde sich die Menschheit fragen, „wie zum Verrecken haben die nur dieses Rathausdach dicht bekommen“. Und sollte das Unterfangen misslingen, hätte man das einzige Rathaus der Welt mit einem eigenen Schwimmbad im Keller.

So ganz nebenbei werde das Aquariush ausgebaut, „dass sich die Erdinger mit ihrer Therme verzupfen können“. Zeitungsausträger Mahni mag einfach sein Unterschleißheim. Das hat er mit Bürgermeister Böck gemeinsam. Dem riet Mahni, nicht zu offensiv vom schönsten Arbeitsplatz der Welt zu sprechen: „Man muss immer ein bisschen jammern, weil man sich so die Stuhlbeinsäger besser vom Leib hält.“

Starkbierkönigin und der stärkste Mann

Wer in Unterschleißheim Starkbierkönigin werden will, muss einiges können. Den Maßkrug muss die Dame halten können, dann geschickt die Kuh melken und am Ende noch akkurat nageln. Und Lena Rupprecht war am Ende die Beste. Die 22 Jahre junge Dame aus Lohhof hat heuer zum zweiten Mal mitgemacht, weil der dritte Platz von 2018 noch nicht alles sein konnte. „Da habe ich beim Melken versagt“, sagt sie selbstkritisch. Sie machte heuer wieder aus Spaß mit, „aber wenn ich dann da oben bin, packt mich der Ehrgeiz.“ Diesmal landeten hinter ihr Monika Matejcak aus Oberschleißheim und Sandra Fuchs aus München. Bei Lena war die Ausbeute an der künstlichen Kuh diesmal zehn Milliliter. Mit der weißblauen Schärpe feierte sie im (Toll-)Haus der Vereine und hat schon den weiteren Plan: „Die logische nächste Stufe ist dann Let’s Dance. Wer mir als Promi zur Seite gestellt wird, ist mir egal.“ Nur die Titelverteidigung in Unterschleißheim ließ die lustige Lohhoferin offen, „damit zum nächsten Starkbierfest die Spannung erhalten bleibt“.

Etwas Spannung würde sich Alexander Gerth (25) aus Lohhof auch wünschen, denn er hebt beim Steinheben der stärksten Männer in seiner eigenen Liga. Heuer gewann er locker vor Matthias Havers aus Unterschleißheim und Tobias Lämmermayer aus München. Der Sieger der beiden Vorjahre hatte auch diesmal keine wirkliche Mühe, den Stein mit drei unterschiedlichen Gewichten bis zum Anschlag zu heben. „Vielleicht sollte man mal das Gewicht auf 270 oder 280 Kilogramm erhöhen“, sagte der Hobbysportler, der viermal wöchentlich zum Krafttraining geht. Die Starkbierkönigin und der beste Steinheber bekamen Promieinladungen vom 2. Bürgermeister Stefan Krimmer. Am 5. Juni kommt Ministerpräsident Söder nach Unterschleißheim und soll die Sieger vom Starkbierfest treffen.

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